Ja, dieses Shirt kann aus unserem Schweiß Strom erzeugen… und es sieht dabei auch noch fancy aus

Manchmal, wenn wir uns mal wieder in den Untiefen des Internets verlieren, sind wir uns sicher, dass es nichts gibt, das es nicht gibt. Unsere Welt scheint größer, ist vernetzter, tauscht Ideen und Eindrücke im Sekundentakt miteinander aus.

Dass dadurch auch Wut, Hass und Fake News schneller verbreitet werden, dürfte uns allen bekannt sein – so frustrierend das auch sein mag. Genau deshalb wollen wir uns heute aber ganz gezielt einer durchweg positiven Netz-Entdeckung widmen. Nämlich einer Innovation, die verdeutlicht, was wir eingangs bereits angesprochen haben. Es gibt nichts, das es nicht gibt. Und so gibt es nun also auch ein Shirt, das aus Schweiß Strom erzeugen kann.

Klingt unappetitlich? Vielleicht. Ist gleichzeitig aber doch vor allem eines: Ein weiterer Beweis dafür, wie vielfältig eine ressourcenschonendere Welt aussehen kann. Wir brauchen keine fossilen Brennstoffe, um Energie zu gewinnen. Wir haben alle nachhaltigen Alternativen längst verfügbar. Und zwar in riesigen, wiederkehrenden Mengen. Sonnenlicht, Wind, Bewegungsenergie… und nun also auch unseren eigenen Schweiß.

Ein Team von Nanoingenieur*innen der Universität San Diego hat sich diese (doch eher lästig erscheinende) Körperflüssigkeit zunutze gemacht und ein Sportshirt entwickelt, das unseren Körper in eine kleine Energieanlage verwandelt. Dabei sind winzige Mini-Generatoren unterhalb der Arme mit Brennstoffzellen auf der Brust verbunden, um die Stromerzeugung so effizient und autark wie möglich zu gestalten (mehr dazu hier).

Schweiß goes Energieerzeugung

Die Idee dahinter ist, nicht nur die Bewegung des Körpers für sich arbeiten zu lassen, sondern auch die Ruhephasen nach und zwischen einer Anstrengung auszunutzen. Offenbar mit Erfolg: Wie in der Teststudie aufgezeigt wird, reicht der Strom einer sportlichen Einheit aus, um die eigene Armbanduhr eine halbe Stunde lang betreiben zu können.

Was kompliziert klingt und (zugegeben) auch ziemlich komplex aufgebaut ist, kann aber tatsächlich ganz schön fancy aussehen. Nicht unbedingt nach dem Sportshirt, das wir bisher zum Joggen tragen. Aber doch irgendwie nach einem Look, der genau so auch auf dem Laufsteg präsentiert werden könnte.

Ein Shirt für mehr Energie – aber auch fürs Leben?

Alltagstauglicher lässt dieser Vergleich das Schweiß-Strom-System natürlich nicht gerade werden. Und auch einen weiteren Minuspunkt gibt es aktuell noch zu bedauern. Das Shirt kann nämlich nicht in der Waschmaschine gewaschen werden. Die leitenden Silberfäden, die den Energiefluss überhaupt erst möglich machen, dürfen zwar nass werden, vertragen aber noch nicht die geballten Ladung eines Waschvorgangs. Ein wenig ausharren müssen wir also noch, bevor das Shirt den Weg in unseren Kleiderschrank finden kann.

Eines aber macht die Erfindung definitiv deutlich: Ideen und Kapazitäten gibt es zur Genüge. Für eine alternative Stromerzeugung, die uns nicht den Planeten ausbeuten lässt. Und wer weiß, vielleicht sind wir irgendwann ja wirklich unsere eigenen kleinen Kraftwerke. Die Abfallprodukte umwandeln, sobald sie im täglichen Alltag entstehen. Wäre das nicht mal eine Zukunftsvision (vom futuristischen Aussehen mal ganz abgesehen), die nach Haben-wollen schreit?

Also von uns aus kann die Produktion gerne losgehen!

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