Très Click
01.06.2022 / Update: 14.06.2022 von Très Click

Ok, unheimlich!! Die 4. „Stranger Things“-Staffel wurde von diesen 5 realen Grusel-Storys inspiriert

+++ Ihr kennt das Spiel: Es folgen Spoiler zur 4. „Stranger Things“-Staffel +++

Wir sind uns sicher alle einig, dass so etwas wie der Gedankenschinder, Demogorgon oder auch Vecna nicht wirklich existiert, richtig? Sollte irgendjemand von euch schon zufällig mal ins Upside Down abgerutscht sein und mit Gruselmonstern gekämpft haben, erzählt uns nichts davon. Wir wollen es nicht wissen. Echt nicht. 😄 Aber ne, jetzt mal Spaß beiseite. Natürlich ist „Stranger Things“ reine Fiktion. So etwas wie die Schattenwelt mit all ihren Monstern gibt es nicht. Logisch. Aber wusstet ihr, dass sich die Serie trotzdem schon das ein oder andere Mal an echten Storys und Begebenheiten bedient hat? 😳 Also Dinge, die so oder zumindest ähnlich wirklich mal passiert sind? Keine Ahnung, wie es euch so geht, aber alleine das Wissen darüber macht so ’ne Serie wie „Stranger Things“ direkt mal zehnmal gruseliger. Und das will gerade bei der 4. Staffel, die gefühlt mehr Horror-Schocker für einen bereithält als alle anderen Staffeln zusammen, schon was heißen. Und weil ihr seitdem wahrscheinlich eh nicht mehr pennt oder von unheimlichen Kreaturen aus dem Upside Down träumt, bekommt ihr jetzt direkt noch die reale Gruseldosis on top. Von diesen wahren Begebenheiten ist die neue Staffel nämlich inspiriert.

Das „MK Ultra“-Projekt

Klingt schon creepy? Ist es auch! Und genau deswegen dachten sich die Duffer-Brüder wahrscheinlich auch, es als Vorlage für die Experimente von Dr. Brenner im „Hawkins Lab“ zu nutzen. Ihr wisst schon, wo Papi seine 001-Doubles erschaffen und die kranken Experimente an Elfie und Co. durchgeführt hat.

So… und genau das passierte so ähnlich beim „MK Ultra“-Projekt – einem geheimen Experiment der CIA zu Zeiten des Kalten Krieges. Amerika erhoffte sich damit einen Vorteil gegenüber Russland und seinen Feinden. Gestartet wurde das Ganze 1953 mit dem Ziel, Techniken zur Bewusstseinskontrolle zu entwickeln. Und um das zu „erproben“, wurden Menschen unter Drogen gesetzt und körperlich, geistig und emotional misshandelt. Eine grausame Gehirnwäsche, die ganz der von Dr. Brenner an Eleven und ihren Geschwistern ähnelt. 

Bei den „MK Ultra“-Experimenten sollen zahlreiche Menschen schwere physische und psychische Schäden erlitten haben. Sogar von Todesfällen ist die Rede. Das ganze Ausmaß ist allerdings kaum greifbar. Nach dem Ende des Projekts wurden 1972 nämlich auf Anweisung des damaligen CIA-Direktors Richard Helms ein Großteil der Akten vernichtet. Creepy und furchtbar alles.

 Das „Philadelphia Experiment“

„Stranger Things“ spielt mit Dimensionen und Toren zu anderen Welten. Auch in der 4. Staffel. Das ist nicht neu. Und falls ihr es noch nicht wusstet: Auch hier inspirierte die Macher ein reales Experiment. Das „Philadelphia Experiment“! Zumindest der Legende nach, wie man es vielleicht eher betiteln sollte. Angeblich soll die U.S. Navy nämlich 1943 an elektromagnetischen Feldern geforscht haben. Und dabei soll das Kriegsschiff USS Eldridge quasi ganz plötzlich aus dem Hafen von Philadelphia verschwunden sein, um nur Sekunden später an die 500 Kilometer entfernt in Norfolk aufzutauchen. Und zack, kurz darauf teleportierte sich das Schiff offenbar wieder zurück. Eine Reise durch Raum und Zeit also, genau wie bei „Stranger Things“, wo die Kids zwischen ihrer Welt und der Schattenwelt hin- und herspringen. Wobei man dazu sagen muss, dass dieses angebliche Experiment ausschließlich auf den Aussagen des Matrosen Carlos Miguel Allende beruht. Und nun ja, das ist natürlich nicht gerade viel…

Der Amityville-Horror

Na, schon mal von dem Amityville-Horror gehört? Horrormovie-Lover ganz sicher! Immerhin gibt es eine ganze Filmreihe dazu. Und falls euch diese Spuk-Geschichte, von der ursprünglich in einem Buch von Jay Anson aus dem Jahr 1977 mit dem Titel „The Amityville Horror: A True Story“ erzählt wurde, tatsächlich etwas sagen sollte, sind euch doch sicherlich die Parallelen zu „Stranger Things“ und dem Creel-Haus aufgefallen, oder? In dem Buch geht es auf jeden Fall um George und Kathleen Lutz, die frisch verheiratet mit Kathleens Kids in ein Haus in Amityville auf Long Island in New York gezogen sind. Es sollte ein Neuanfang sein – genau wie bei Victor Creel und seiner Familie! Tja, nur wussten die Lutzes nicht, dass Ronald DeFeo Jr. 13 Monate vor ihrem Einzug in dem Haus sechs Mitglieder seiner Familie ermordet hatte. Die Lutz-Family blieb dennoch dort wohnen – fürs Erste. Denn schon bald wurden sie von paranormalen Ereignissen heimgesucht. Stimmen… Schleim, der aus den Wänden sickerte… das Verhalten der Kinder veränderte sich plötzlich… und der Priester, der ihnen zu helfen versuchte, bekam Fieber und Blasen am ganzen Körper. Also flüchteten sie nur knapp einen Monat nach ihrem Einzug. Jep, das soll wohl alles so passiert sein… und die Creels durften in „Stranger Things“ ja ganz Ähnliches durchmachen. Nur steckte in diesem Fall – wie wir nun alle wissen – Creels Sohn Henry (später Vecna) selbst dahinter.

Die „Satanismus-Panik“

Die 4. „Stranger Things“-Staffel startet mit ungeklärten, völlig mysteriösen Morden, die in Hawkins passieren. Da liegt es als Bewohner:in der Stadt natürlich nahe, die Ursache in irgendwelchen Dämonen zu suchen. Und der „Hellfire Club“ mit Eddie als Anführer kommt da als Sündenbock natürlich perfekt. Dass die Boys aber keiner Sekte angehören, die kranke Rituale mit Schüler:innen veranstaltet, sondern einfach nur Nerds sind, die gerne „Dungeons and Dragons“ spielen, interessiert da niemanden. Denn gerade dieses Spiel hatte in den 1980ern keinen guten Ruf. Damals herrschte in Amerika nämlich eine regelrechte „Satanismus-Panik“. Und speziell „Dungeons and Dragons“ wurde vorgeworfen, einen korrumpierenden Einfluss auf die Jugend zu haben.

So, und dieser satanistischen Panik bedient sich nun ja auch ganz klar „Stranger Things“. Gerade auch mit Jason und seiner Basketball-Gang, die die Stadt gegen Eddie und Co. aufstacheln und in Raserei versetzen. Tja, nur muss man an dieser Stelle natürlich auch sagen, dass Hawkins es halt tatsächlich mit Dämonen, beziehungsweise gruseligen Monstern aus der Schattenwelt zu tun hat. Nur haben die halt sowas von gaaaaar nichts mit „D&D“ zu tun…

Die „West Memphis Three“

Und wenn wir schon über die „Satanismus-Panik“ und vor allem auch Eddie sprechen, gibt es tatsächlich noch einen weiteren tragischen Fall, an dem sich die Macher ganz offensichtlich bedient haben. Zumindest wurde die Sache kürzlich von Netflix Geeked auf Twitter mal in die Runde geworfen. Die behaupten nämlich, dass die Serie von den West Memphis Three inspiriert worden sei, einer Gruppe von drei Teenagern, die 1993 fälschlicherweise wegen dreifachen Mordes verurteilt wurden. Den Beschuldigten – um genau zu sein: Damien Echols (18), Jessie Misskelley, Jr. (17), und Jason Baldwin (16) – wurde damals vorgeworfen, drei achtjährige Jungen umgebracht zu haben. Für ihre Verbrechen wurden sie sogar zu Tode verurteilt und verbrachten Jahre im Todestrakt, bis sie 2011 neue DNA-Beweise entlasten konnten. Das Interessante (gerade auch im Bezug auf „Stranger Things“) an diesem Fall? Es war immer die Rede davon, dass die Gruppe angeblich einem satanistischen Kult angehören würde. Und ständig stand die Frage im Raum (um mal aus einem alten Spiegel-Artikel zu zitieren), „wie verdächtig sich ein amerikanischer Jugendlicher macht, wenn er sich schwarz kleidet, sein Haar wachsen lässt und Heavy Metal hört“.

Tja, und genau an dieser Stelle muss man natürlich direkt an Eddie und seinen Hellfire Club denken. Der Metalhead wird ja auch von seinen anderen Mitschüler:innen auf Grund seines Aussehens als Freak abgestempelt.

Einige weisen auch daraufhin, dass Eddie eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Teenager der WM3 hat, nämlich Damien Echols – der jetzt übrigens Schriftsteller und Künstler ist. Ein Fan schrieb dazu nur: „Das ist FANTASTISCH! Ich verfolge die WM3 nun schon seit… heilige Scheiße, gefühlt schon immer… Habe wirklich echte Damien-Echols-Vibes mit Eddie Munson bekommen… Bravo, ‚Stranger Things‘“. Wir können aber nur hoffen, dass Eddie in Part 2 von „Stranger Things 4“ nicht auch noch zu Unrecht verurteilt wird…

 

Credits: Courtesy of Netflix, Twitter/ ReciteSocial

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