Diese Studie fand heraus, was wir in unserem Leben am meisten bedauern werden

Seid ihr schon mal ganz tief in euch gegangen und habt darüber nachgedacht, was ihr in eurem Leben bis jetzt am meisten bedauert? Klar, ihr gehört vielleicht noch nicht unbedingt zum alten Eisen und müsst euch um ein wackelndes Gebiss Gedanken machen, doch an diesen Punkt, an dem man die Dinge Revue passieren lässt und ein knallhartes Fazit zieht, kommt wohl jeder.

Das fängt schließlich schon mit den kleinen Dingen an. Zum Beispiel, wenn man nach einer durchzechten Nacht doch mal wieder zum Hörer greift und eine peinliche Sprachnachricht beim Ex hinterlässt. Oder auch dieser Moment im Club, wenn der süße Typ an der Bar rüberschaut, sich aber keiner traut zum anderen rüberzugehen – bis das Zeitfenster eben geschlossen und er verschwunden ist.

Und mal ehrlich, wie schlecht hätten die Chance schon stehen können, dass genau dieser Kerl unser Seelenverwandter ist? 💘😄Wir werden es nie erfahren. Und schon ploppt die quälende Frage auf: Was wäre, wenn?

Und da sind wir auch schon beim Thema. Denn diese verpassten Gelegenheiten sind genau das, was wir am meisten bedauern. Oder um es in den Worten einer neuen Studie der Cornell University zu sagen: das Nichterreichen unseres „idealen Selbst“, nämlich der Person, die wir gerne gewesen wären.

Ihr merkt schon, wir sprechen hier nicht von kleinen Dingen. Nein, es geht vielmehr um das große Ganze. Also lasst uns mal ins Detail gehen. Bei der Studie, die ganz passend mit dem Titel „The Ideal Road Not Taken“ betitelt wurde, fragten Forscher in sechs Studien über einen längeren Zeitraum hinweg hunderte Personen, wann und wobei sie Reue empfunden hätten.

Die Suche nach unserem „idealen Selbst“ – und warum wir es doch so oft verfehlen

Und entscheidend hierbei ist die unterschiedliche Wahrnehmung, die man von sich als Person haben kann. Denn laut der Studie (gesehen auf Bustle) gibt es drei Arten von unserem „Selbst“.

Zum einen unser „ideales Selbst“, das unsere Wunschvorstellung verkörpert, das „Sollen-Selbst“, das sich mit Regeln und Verpflichtungen beschäftigt und zum anderen unser „tatsächliches Selbst“.

Ganz schön viel „Selbst“ für eine Person. Und genau hier liegt das Problem. Denn oftmals schließen sich vor allem die zwei ersten Komponenten aus. Hier stellen sich dann Fragen wie: „Kann ich das jetzt machen?“. Wie die Antwort aussieht, ahnen wahrscheinlich die meisten Leute. Denn statt etwas zu wagen und seinen innersten Wünschen nachzugehen, bleibt man lieber auf dem sicheren Weg. Ist vielleicht auch einfacher, doch glücklich macht es auf Dauer wohl eher nicht.

Nein. Denn genau dieses Versäumen führt zu Reue. Reue darüber, sich und sein „ideales Selbst“ enttäuscht zu haben, ein Selbst, das man vielleicht wirklich hätte sein können.

Eine Tatsache, die auch die Teilnehmer der Studie mit unglaublichen 72 % bestätigten. Zu Verpassen, sein „ideales Selbst“ voll auszuleben, sorgt bei vielen für das größte Bedauern.

Wenn wir unser Leben auswerten, denken wir darüber nach, ob wir auf unser ‚ideales Selbst“ zusteuern und die Person werden, die wir gerne wären. Dieses Bedauern wird bleiben, weil es das ist, was ihr durch die Windschutzscheibe des Lebens seht. Die „Sollen“-Bedürfnisse sind hingegen nur die Schlaglöcher auf der Straße. Das waren Probleme, die ihr aber hinter euch lasst“, so Psychologe und Leiter der Studie Tom Gilovich zu den Ergebnissen. 

Und er hat Recht. Denn es gibt wohl nichts, was wir mehr bedauern könnten, als Träume, die wir nicht gelebt haben. Dinge, die eigentlich ganz oben auf unserer Bucket-Liste standen. „Verpfuschte Zeit“, wie Gilovich es an einer Stelle so passend beschreibt. 

Neues Mantra: „Just do it“

Soll uns diese Studie nun Angst machen und auf ewige Reue vorbereiten? Nein, ganz im Gegenteil! Das sagt auch Gilovich. Sie soll uns vielmehr wachrütteln und mutiger machen, bei der nächsten Entscheidung vielleicht auch einfach mal nach links oder rechts zu gehen, anstatt immer nur geradeaus. Etwas Neues auszuprobieren, das im ersten Moment vielleicht Angst macht, doch auf lange Sicht genau das sein könnte, was uns glücklich macht.

Gilovich: Wie sagt der Nike-Slogan es so schön: ‚Just do it‘. Wartet nicht auf Inspiration, taucht einfach ein. Das Warten auf Inspiration ist eine Entschuldigung. Inspiration entsteht durch die Teilnahme an der Aktivität.“

Jup, da gibt es wohl nicht mehr viel zu ergänzen. Also, lebt einfach, macht Fehler, bereut nichts! Und wenn doch, könnt ihr euch immer sagen, dass ihr es wenigstens probiert habt. Besser als sich sein Leben lang die Frage zu stellen: Was wäre, wenn?

Oder? 😉

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