Diesen 7 Typen bist du garantiert schon auf Tinder begegnet – und das sagt ihr Profil

Tinder ist so ziemlich das perfekte Beispiel für die Kategorie „hassen alle, hat aber trotzdem jeder“. Selbstverständlich ist uns allen nur langweilig, und natürlich besitzen wir die App auch nur aus Spaß, um abends auf der Couch beim Netflixen durch das nächstgelegene Männerangebot zu swipen wie durch einen Katalog. Einfach mal gucken, was so geht, ne? Und absolut klar ist auch, dass da ja eh nur Deppen unterwegs sind und man denen ja eh allen überlegen ist. Auf keinen Fall hatte irgendjemand mal für einen winzig kleinen Moment die absurde Hoffnung, dort seine große Liebe zu finden. Is klar, oder?

In meinem Fall ist es mit der Dating-App ähnlich wie es mit dem allerersten Bissen fester Nahrung nach 5 Tage Saftfasten war: Ich habe es vermisst, während ich es nicht konnte, und als ich in einem kurzen Anflug von Euphorie und Vorfreude dann wieder am Start war, musste ich sofort feststellen: Ist eigentlich gar nicht mal so geil. Das Gute an meinem Job ist, dass ich es – wie jetzt – einfach trotzdem benutzen und meine Absicht dann hinter „Recherche-Zwecken“ tarnen kann. Und im Laufe dieser (langjährigen) Investigation habe ich die 7 (Stereo-)Typen gesammelt, denen garantiert schon jede Frau auf Tinder begegnet ist. Das steckt hinter ihren Profilen:

1. Der große Mann

Ja, was kann man über den eigentlich sagen? Nicht so viel, denn sein einziges Erkennungsmerkmal ist: Er ist 1,91m groß. Es ist die einzige Info, die er in seiner Beschreibung über sich preisgibt, wie ein Shirt seinen Baumwollanteil im Etikett. Und anscheinend denkt er, das würde damit alles andere, das an ihm vermeintlich scheiße sein könnte, aushebeln. #MännerÜberEinsNeunzig und so, und ja, den Hashtag gibt’s wirklich. Schließlich ist es ja der einzige und alleinige Traum einer Frau, sich in die starken Arme eines Hulk-ähnlichen Mannes zu werfen. Charakter? Egal. Und ich geb’s ja zu, so ein Typ von 2,05m Körpergröße hat schon eine ganz besondere Anziehungskraft, von der auch ich mich nur schwer lösen kann. Ladys, fragt euch vielleicht trotzdem zweimal: Ist der große, heiße Kerl wirklich heiß? Oder ist er einfach nur groß?

2. Der kleine Mann

Ein ganz besonders schwieriges Exemplar. Der kleine Mann versucht alles, um krampfhaft zu vertuschen, dass er nicht zu den #MännernÜberEinsNeunzig gehört. In seinem Profil findet man nur Selfies von ihm oder Bilder im Sitzen – auf gar keinen Fall Gruppenbilder, da könnte man durch einen Vergleich ja zur Annahme kommen, dass er nur 1,69m misst. Das Problem am kleinen Mann ist aber gar nicht, dass er klein ist, sondern, dass er alles, ja wirklich ALLES tut, um diese Lücke in seinem Selbstwertgefühl zu kompensieren. Es läuft in etwa so: Man ist sich beim Schreiben sympathisch, der Vibe stimmt, man tauscht Nummern aus, es kommt zum Date. Für einen kurzen Moment ist man etwas schockiert, dass man auf ihn hinunterschauen kann. Trotzdem, man gibt ihm eine Chance, weil man eben kein oberflächliches Arschloch ist, fängt an, den kleinen Mann mit der Zeit immer mehr zu mögen und nimmt diesen vermeintlichen „Makel“ überhaupt nicht mehr als solchen wahr, er tritt in den Hintergrund. Seit die Größen-Bombe aber geplatzt und sich der kleine Mann somit als solcher enttarnt hat, gibt es für ihn jedoch kein anderes Thema mehr. Es ist egal, ob DU dir darüber gar keinen Kopf mehr machst, denn ER tut es, es zernagt sein komplettes Ego, und er erwähnt in jeder sich bietenden Möglichkeit, dass er halt eben klein ist! Junge: Ich hab’s verstanden! Nerv nich!

3. Der Lifecoach und Entrepreneur

„Entrepreneur 📲 CEO 👔
Life Coach 🙏🏽 Positive Vibes Only 🌿
Education is Key 📕
Working on myself by myself
Next 📍 Amsterdam“

Der Lifecoach hat einmal in seinem Leben „Persönlichkeitsentwicklung“ in das Amazon-Suchfeld eingegeben und sich das erste Buch bestellt, das ihm angezeigt wurde, einmal kurz durchgeblättert und ein paar Passagen mit Highlighter markiert (nachzuschauen in seiner Instagram-Story). Seither hat er die Weisheit mit Löffeln gefressen und gibt sein neugewonnenes „Carpe Diem“-Credo als wichtigste Maxime im Leben wie ein Missionar an andere weiter. Er ist auch Entrepreneur und CEO, man weiß allerdings nicht so genau, wo oder wofür und womit genau er eigentlich sein Geld verdient, weil er es selbst nicht so recht weiß. Er ist der Typ, der Frauen bei Instagram anschreibt mit den Worten: „Hey 😊 Du bist bestimmt überrascht über meine Nachricht 😃 aber ich war gerade zum 2. Mal auf deinem Profil & habe hin- und herüberlegt, ob ich dir schreiben soll. Du machst einen echt sympathischen Eindruck und hast eine super Ausstrahlung. ☀️ Genau solche Leute suche ich aktuell für mein Team:) Über eine Antwort würde ich mich freuen! 😊 LG, Jochen“ – Thx, Jochen, aber ich komm auch so klar.

4. Der Traveller

Der Traveller hat nur Bilder in seinem Tinder-Profil, auf denen er mit Bandana im Salzwasser-zerzausten Haar vor Wasserfällen im Handstand posiert, auf Bali vor einem Makramee meditiert oder in Thailand über einen einheimischen Markt schlendert und denkt, die Passionsfrucht in seiner Hand sei so wahnsinnig exotisch, dass jeder sie sehen muss. Er beschreibt sich in nur einem Wort: Wanderlust. Er ist zwar nur 3 Mal in seinem Leben länger als 3 Stunden geflogen, erzählt das ganze Jahr über aber jedem von seinen abenteuerlichen Reisen, auch wenn eigentlich niemand danach gefragt hat. Er postet bei Instagram noch 6 Monate nach seinem Urlaub Bilder mit der Caption „Take me back“.

5. Der Hipster, der anders ist als alle anderen

Er ist cool, er ist lässig, er gibt keinen Fick und er ist so alternativ. Er hasst alles, was kommerziell und modern ist – Influencer, ja sowieso Instagram und die ganze Selbstdarstellung –, er kauft sich abends am Späti noch ein Bier und steht auf total natürliche Frauen – allerdings auch nur, bis eine vollbusige Barbie mit XXL-Lippen und Wimpern bis zum Anschlag an ihm vorbeiläuft und er dann doch kurz von seiner Ideologie abweicht. Der Typ, der so tut, als sei er anders als alle anderen, ist einer der schlimmsten Sorte. Es wirkt vielleicht so, als habe er seinen Chat-Opener „Rotwein oder Weißwein?“ oder „Wie wären ein paar Zeilen von Platon, wie er eine erfüllte Liebe sieht? Oder doch lieber ein paar Lines von Ufo361?“ ultra casual aus seinem Leinen-Ärmel geschüttelt, allerdings benutzt er sie bei jedem einzelnen seiner Tinder-Plus-Matches. Und letztlich hat er für seine spontan aussehenden, sogar dezent verwackelten Profil-Bilder von sich auf der Schanze mit selbst gedrehter Kippe genau so viele Versuche gebraucht wie ein Influencer für sein perfektes Fit-Tea-Selfie.

6. Der Fitnessfreak

Der Fitnessfreak hat nur Bilder in seinem Profil, auf denen seine Adern möglichst weit hervorstehen, sein Tanktop möglichst doll vor Schweiß trieft und der Kopf knallrot vor Anstrengung ist. Darunter auch eine Nahaufnahme seiner Schultermuskeln und ein Foto, auf dem er auf der Fibo mit einem semi-bekannten FitChic aus den USA posiert. Mit geflextem Bizeps. Dazu kommen noch ein paar Bilder von Quotes, auf denen vor einem Löwenkopf die Aufschrift „TRAIN INSANE OR REMAIN THE SAME“ prangert. Er würde eher seinen Kopf als seinen Whey-Shaker irgendwo vergessen und geht Samstagabend vor dem Feiern nochmal eine runde Arme pumpen, damit er der krasseste Hengst im Club ist. Wenn du den Fitnessfreak datest, hast du verloren, denn er wird für jede Delle in deinem Oberschenkel deine Faulheit verantwortlich machen. Und er wird dich immer hinter Hühnchen, Brokkoli und Reis stellen.

7. Das Model

Er macht Tinder zu seiner Setcard und hat in seiner Biografie sämtliche Modelagenturen, bei denen er unter Vertrag steht, aufgelistet. Seine Brust ist glatter als deine Beine es jemals waren und seine Wangenknochen so scharf, dass man sich daran schneiden kann. Das Model ist so schön, dass man alleine schon ganz aus dem Häuschen ist, wenn es überhaupt zum Match kommt, weil man eigentlich denkt, man sei für den Kerl zu hässlich. Er gibt einem das Gefühl, als müsse man dankbar dafür sein, dass er sich mit einem abgibt. Dieses beschwingte Gefühl begleitet einen dann über die gesamte Schreibphase, sodass man nicht merkt, dass gut aussehen eigentlich alles ist, was das Model kann. Selbstverständlich pendelt der Typ im 2-Wochen-Takt zwischen Berlin, London, Los Angeles und Kapstadt. Solltest du das Model daten, muss dir klar sein: Egal, was er sagt, er WIRD in jeder dieser Städte tindern. Er WIRD dort andere wunderschöne Frauen flachlegen. Und wenn er dann wieder zurück in deiner Stadt ist, wird er dir einfach wortlos seinen Standort bei Whatsapp schicken, der soviel sagt wie „Hey, kurzer Boxenstopp in der City – kommst du zum Vögeln rum?“ 

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