Très Click-Selbstversuch: So unterschiedlich sehen wir in verschiedenen Umkleidekabinen aus

Ich gebe zu, ich bin ein Shopaholic – andere gehen zum Sport, ich drehe meine Runden beim Shopping! Dabei gibt es eigentlich immer den gleichen Ablauf: Ich suche meine Lieblings-It-Pieces aus und gehe dann in die Umkleidekabine (mal mit mehr, mal mit weniger Anstehen –> nervig). Darauf habe ich meistens überhaupt keine Lust, weil ich schon weiß, dass ich unvorteilhaft aussehen werde und irgendwelche Falten und Pickelchen entdecke, die ich noch nie zuvor gesehen habe. Am liebsten würde ich die Anprobe jedes Mal überspringen, aber da das Umtauschen von Klamotten auch echt nervig und aufwendig sein kann, muss ich da durch – oder eher gesagt rein.

Die Phase mit dem Umziehen in der Umkleidekabine nehme ich dann gezwungenermaßen in Kauf und gehe anschließend entweder zur Kasse oder frustriert aus dem Laden. Da mich dieses Anprobe-Thema so sehr beschäftigt, fand ich den Artikel von Bloggerin Inna aus Russland in der „Dailymail“ richtig spannend: Sie hat sich in elf verschiedenen Kabinen abgelichtet und das Ergebnis ist verblüffend – sie sieht teilweise komplett unterschiedlich aus.

Da ich sowieso relativ oft shoppen bin (ja, ich habe doch gesagt, ich bin ein Shopaholic), dachte ich, das muss ich auch testen und habe mich einmal zu Hause geknipst und dann in fünf verschiedenen Shops!

Seht weiter unten die echt unterschiedlichen Ergebnisse:

ZU HAUSE

1

Licht: Keine bösen Überraschungen! Das Licht ist zwar nicht das beste zu Hause, aber es reicht.

Platz: Ich habe genügend Platz, da der Spiegel im Flur hängt.

Spiegel: Der Spiegel ist riesig, ich kann mich also prima sehen.

Wohlfühlfaktor: Ich fühle mich wohl, ist ja auch zu Hause. 😉

VERO MODA

2

Licht: Hab ich echt faltige Arme? Ist hoffentlich nur das Licht! Es ist zwar hell, wirft aber umso mehr Schatten und mein Gesicht wird nicht gerade vorteilhaft ausgeleuchtet!

Platz: Der Platz ist vollkommen ausreichend.

Spiegel: Der Spiegel reicht auch aus, der schwarze Vorhang ist unvorteilhaft, wenn man eine schwarze Hose anhat – die ich so nicht mal richtig sehe.

Wohlfühlfaktor: Ich fühle mich ganz okay, ist aber ausbaufähig.

H&M

3

Licht: Ähm, habe ich ernsthaft so gelbe Haare? Das ist als Blondine meine ABSOLUTE Horrorvorstellung!

Platz: Ich habe mega viel Platz.

Spiegel: Der Spiegel ist riesig, in dieser Kabine gibt es aber keinen, in dem ich mich von hinten sehen kann.

Wohlfühlfaktor: Ich fühle mich ganz gut, allerdings lässt mich der helle Vorhang im Hintergrund an den Hüften nicht gerade schlank wirken und die Sache mit den Haaren ist ein No-Go! 😉

ZARA

4

Licht: Es ist viel zu dunkel, das sehe ich jetzt erst im genauen Vergleich und ich sehe eigentlich meine linke Körperhälfte gar nicht richtig. Ist mir sonst nie aufgefallen (ich bin einmal die Woche bei Zara).

Platz: Auch im Platzvergleich schneidet Zara nicht sooo gut ab…

Spiegel: Ein bisschen wie im Spiegelkabinett, aber so kann ich alles genau betrachten.

Wohlfühlfaktor: Ähhh, ich habe gestern extra das T-Shirt gebügelt – hätte ich mir bei dem Anblick jetzt aber sparen können, deswegen fühle ich mich auch nur so semiwohl. Aber trotzdem muss es etwas in der Umkleide geben, warum ich hier regelmäßig einkaufe.  😉

RESERVED

5

Licht: Perfekt (Außer, dass ich hier auch nicht die Hose sehen kann)! Es gibt keinen Gelbstich und ich sehe alles klar.

Platz: Ich habe genügend Platz, kann mich also genau anschauen.

Spiegel: Der Spiegel reicht auch aus.

Wohlfühlfaktor: So sollte jede Kabine ausgeleuchtet sein – ist ja fast wie ein Insta-Filter! 😉

ALSTERHAUS

6

Licht: Zuletzt bin ich noch im Alsterhaus gelandet. Ich finde es zu dunkel und als ob jemand einen Grau-Schleier über die Handykamera gelegt hätte.

Platz: Ich habe nicht so viel Platz, wegen der Lederbank in der Umkleide.

Spiegel: Der Spiegel ist ausreichend, es gibt sogar einen zweiten seitlichen – in dem ich mich gut von der Seite betrachten kann.

Wohlfühlfaktor: Ich fühle mich witzigerweise wohl, auch wenn es relativ dunkel ist. Oder vielleicht liegt es genau daran, dass ich keine unnötigen Falten, Pickelchen oder sonstiges sehe.

MEIN FAZIT:

Krass, den Test von Inna kann ich mit meinem nur bestätigen: Ich sehe in den Umkleidekabinen sehr unterschiedlich aus! Es zeigt mir, dass man nicht immer an sich rummeckern sollte, denn es kommt auf so viele Faktoren an wie Licht, die Anordnung des Spiegels und so weiter, die einen komplett anders aussehen lassen – obwohl man exakt das Gleiche anhat.

Die Hauptsache ist doch eigentlich, dass wir uns wohlfühlen und nicht, dass unser Spiegelbild perfekt aussieht. Ich habe mir vorgenommen, mich nicht von diesen Oberflächlichkeiten ablenken zu lassen und das mit dem Gegenüber im Spiegel nicht mehr ganz so ernst zu nehmen. 😉

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