Victoria Beckham musste sich einst live im TV wiegen lassen: „Könnt ihr euch das vorstellen?“

Leute, wir können immer noch nicht ganz glauben, was hier in letzter Zeit mal wieder so an krassen Bodyshaming-Geschichten hochkommt. Denn nachdem ja erst kürzlich Jennifer Lopez (52) in ihrer neuen Netflix-Doku „Halftime“ darüber auspackte (hier), wie sie in ihrer Karriere immer wieder von den Klatschmedien zerrissen wurde und sich never-ending sexistische Witze über ihren Hintern anhören musste, schießt jetzt auch Victoria Beckham (48) hinterher. In einem neuen Interview mit der australischen Vogue erzählte das Ex-Spice-Girl jetzt nämlich, wie sie in Interviews immer wieder mit Bodyshaming zu kämpfen hatte. Und dabei schien ein Vorfall (verständlicherweise 🤯) besonders prägend gewesen zu sein.

Denn bitte haltet euch fest: Victoria wurde in den 90ern (kurz nachdem sie ihr erstes Kind zur Welt gebracht hatte) doch wirklich in einer Fernsehsendung vor laufenden Kameras gedrängt, sich zu wiegen. Und das, nachdem sie der Moderator kurz zuvor gefragt hatte, ob ihr Gewicht denn wieder zurück auf „normal“ sei. WTF?! Doch lest es einfach selbst: „Ich war vor vielen Jahren mit Chris Evans in einer TV-Show und hatte gerade Brooklyn bekommen und danach viel Gewicht verloren. Das ist meiner Mutter nach ihren Schwangerschaften auch passiert. Das bedeutet nicht, dass ich eine Essstörung habe. Und er hat mich auf die Waage gestellt, um mich wiegen zu lassen. Könnt ihr euch das heute noch vorstellen?

Nope! Bei dem 55-Sekunden-Clip klappt einem vielmehr sofort der Mund runter!!! Denn das ist halt einfach Bodyshaming vom Allerfeinsten. Und trotzdem hört man die Zuschauer:innen über die „Back in shape“-Bestätigung lachen und applaudieren. Autsch. 🤯

Bodyshaming ist ja so 90ies!

Victoria behält zwar ihre Profi-Miene bei und spielt mit (obwohl sie dreimal „Nein“ gesagt hat), aber wir können nur erahnen, wie sie sich in dem Moment gefühlt haben muss! Die Reaktion von J.Lo auf eine ihrer zahlreichen ebenso unangebrachten Interviewsituation fiel zu der Zeit schon mal abweisender aus. Auf die Willkommens-Frage „Wie fühlst du dich mit deinem Hintern?“ von Billy Bush in einem Interview beispielsweise konterte sie hart mit einem „Ernsthaft?“. Doch ganz egal, wie unsere 90ies-Girls damals auch reagiert haben – ob abweisend oder Situations-überspielend – das Verhalten der Interview-Partner war unverschämt, geschmacklos und lässt noch immer eine Entschuldigung offen! Und aus heutiger Sicht ist es wirklich soooo unverständlich, weshalb vor 20 Jahren dieser Umgang akzeptiert und zelebriert wurde?! Wo bleiben die Manieren? Die Wertschätzung für sein Gegenüber?

Egal wo, es wundert uns kaum, dass solche Kommentare tiefe Wunden hinterlassen. Victoria berichtete in ihrem Interview ebenfalls von einem „sehr geringen Selbstwertgefühl.“Es war hart zu denken, dass die Leute dich für einen Witz halten, als wärst du eine Pointe.“ Und weiter: „Ich wurde auf Schlagzeilen als ‚Porky Posh‘ betitelt, als ‘Skeletal Posh‘. Nachdem ich Brooklyn bekommen hatte, zeigte ein Bild auf der Titelseite jeden einzelnen Teil meines Körpers, wo ich mich drauf konzentrieren sollte, Gewicht zu verlieren.“ So, so schlimm! Und wir können nur froh sein, dass sich die Dinge mittlerweile wenigstens in gewisser Weise weiterentwickelt haben. „Heutzutage“, wie auch Victoria sagt, würde es einen Aufschrei geben, wenn man jemanden bitten würde, sich live im Fernsehen auf eine Waage zu stellen. Aber das heißt trotzdem leider nicht, dass Bodyshaming nicht immer noch ein Riesenthema ist (gerade auch durch Social Media).

Und das ist einfach nur traurig. Denn Victorias Beispiel zeigt ja nur, was Bodyshaming mit dem Selbstwertgefühl machen kann und wie sehr es den Druck erhöht, dem Frauen (aber auch Männer) ja auch heute noch ausgesetzt sind. Und man kann sich nur fragen, warum es immer wieder Trolle im Internet gibt, die das Bedürfnis verspüren, sich negativ (oder überhaupt) zu dem Körper eines anderen Menschen zu äußern. Dazu hat einfach niemand das Recht. Denn man weiß eben auch nicht, was selbst Kommentare à la „Du siehst aber dünn aus?“, „Hast du abgenommen?“ oder oder bei Anderen auslösen können.

Ergo: Kommentare über den Körper eines Menschen, Bodyshaming natürlich mit eingeschlossen, sind einfach nur schädlich für unsere Gesellschaft. Es wäre also wirklich nur toll, wenn wir uns damit irgendwann nicht mehr rumschlagen müssten. Denn hey: Body Positivity ist ja wohl eh viel nachhaltiger für uns alle.  😉

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