Zum Mitnehmen, aber ohne Müll: Dieses Start-up setzt auf Mehrwegschalen für To-go-Bestellungen

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„Einmal alles zum Mitnehmen, ganz bequem… aber ohne Einwegplastik bitte, danke schön!“ So oder so ähnlich laufen heute in der Mittagspause, später zur Feier des kleinen Freitags oder auch am Wochenende sicherlich einige Gespräche zwischen Konsument*innen und den Mitarbeitenden vieler Lieblings-Restaurants ab.

Ja, Take-away-food bestimmt in Zeiten der Corona-Pandemie mehr denn je unseren Alltag. Weil zu viele Tische besetzt sind, wir entspannter (und mit Abstand) im Büro essen wollen oder der Park mit seinen letzten Sonnenplätzchen lockt. Bisher haben all diese Auswärts-Ess-Entscheidungen aber auch jede Menge Müll mit sich gebracht. Das Essen wird schließlich in Plastikbehälter gepackt oder mit Pappe umwickelt. Zu viel Abfall entsteht also in jedem Fall. Bis zu 281.000 Tonnen Einwegmüll sind es, die auch aufgrund unserer To-go-Kultur jährlich zusammenkommen.

Nicht immer ist es alternativ allerdings möglich, auf die eigene Lunchbox zum Befüllen zurückzugreifen. Genau aus diesem Grund hat sich das junge Start-up „VYTAL“ jetzt eine viel einfachere – und vor allem umfassendere – Lösung ausgedacht. Warum nicht einfach auch im Take-away-Geschäft auf Mehrwegsysteme setzen?

Die Idee kommt an. Und ist spätestens seit der letzten „Die Höhle der Löwen“-Folge vom vergangenen Montag in aller Munde. Höchste Zeit also, dem jungen Unternehmen die verdiente Aufmerksamkeit zu schenken.

Aber was kann das Start-up Vytal denn nun?

Bei dem modernen Mehrwegsystem handelt es sich um eine visionäre Möglichkeit, Einwegbehälter zukünftig endlich ersetzbar zu machen. Restaurants und Unternehmen, unter ihnen zum Beispiel bereits Rewe, können sich dabei als Partner aufstellen lassen. Wir als Konsument*innen müssen uns in der dazugehörigen, kostenfreien App eigentlich nur noch anmelden – und die richtigen Knöpfe drücken.

Mit der Registrierung wird jeder Person ein persönlicher QR-Code zugeteilt. Dieser wird bei Bestellung in einem der teilnehmenden Läden abgescannt und mit dem Code auf der Mehrwegschale gemeinsam abgespeichert. So kann zurückverfolgt werden, wo die verschließbaren Vytal-Schüsseln aus wärmedämmendem Polypropylen gerade im Umlauf sind. Es entsteht ein geschlossener Kreislauf, der ohne Pfandsystem funktioniert und dennoch eine Rückführung der Behälter transparent und nachvollziehbar gewährleistet.

Ein wenig Eigeninitiative muss schon sein

Die Reinigung kann dabei ganz bequem dem jeweiligen Anbieter überlassen werden, denn die Schalen werden entweder direkt in den Geschäften, oder in speziellen Rückgabeboxen abgegeben. Auch dort werden zeitnah wieder die QR-Codes abgescannt… und die Mehrwegschale kann für den nächsten Gebrauch vorbereitet werden. Erst, wenn eine Box innerhalb von 14 Tagen nicht abgeben wird, muss sie für 10,00 Euro käuflich erworben werden.

Bis dahin bleibt alles kostenlos. Eine kleine Extrameile müssen wir als Einzelperson für dieses System aber wohl dennoch laufen. Denn anstatt ständig neue Plastikschalen im Mülleimer der Parkanlage entsorgen zu können, wollen die Mehrwegoptionen selbstverständlich zurückgebracht werden. Doch was nach zusätzlicher Arbeit klingt, könnte schon bald zum Normalfall werden. Je mehr Läden sich schließlich als Partner beteiligen, desto größer wird auch der Pool an Rückgabestationen. Und desto leichter wird es für uns, müllfrei unseren Lunch zu genießen. Oder unser Abendessen. Und das Picknick im Park… 😍👏

Wir lieben das Konzept definitiv schon jetzt!

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