Diese Zahl macht sprachlos: Für 1 Kilo Rindfleisch werden über 15.000 Liter Wasser verbraucht

Wenn es etwas gibt, worüber wir uns, als Menschheit, universell einig sein können, dann ja wohl hierüber: Wasser bedeutet Leben. Unser Überleben, das (Über)Leben von Flora und Fauna, der Pflanzen- und Tierwelt. Wasser ist aus den Ökosystemen unseres blauen Planetens schlicht nicht wegzudenken.

Umso härter trifft da natürlich die Tatsache, dass nur 3 Prozent davon überhaupt als Trinkwasser genutzt werden können. Dennoch ist aktuell (noch) genug für alle da. Kein Mensch sollte, in einer perfekten Welt jedenfalls, Hunger leiden oder verdursten müssen.

Perfekt ist diese, ‚unsere‘ Welt aber leider nicht. Nichtmal ansatzweise. Anstatt mit den verfügbaren Ressourcen entsprechend sparsam umzugehen, übt sich die westliche Bevölkerung viel eher in unvergleichlicher Maßlosigkeit. Auf dem Rücken anderer Menschen, anderer Lebewesen und der Umwelt versteht sich. So wandern beispielsweise ganze 30 Prozent des weltweit genutzten Süßwassers in die Erzeugung von tierischen Produkten. Fleisch, Käse, Milch, Sahne, Eier… Dahinter versteckt sich jeweils ein riesiger ökologischer Fußabdruck – und offenbar auch ein unfassbar hoher Wasserverbrauch.

Können (und wollen!!) wir uns eine solche Maßlosigkeit wirklich langfristig leisten? Die Eckdaten der neuesten Peta-Studie aus dem Juli legen jedenfalls ein schockierendes Ergebnis offen: Über 15.500 Liter Wasser sind an der Produktion von nur einem Kilo Rindfleisch beteiligt. Das fängt bereits beim Anbau der Futtermittel an und rechnet sich bis hin zur Säuberung der Ställe zusammen. Zum Vergleich: Davon könnte ein einziger Mensch jeweils ein ganzes Jahr lang jeden Tag sehr ausgiebig duschen.

Tierische Produkte und ihr Wasserverbrauch

Kommt es da nicht fast schon einer Verschwendung gleich, so viel Wasser in die Massentierhaltung fließen zu lassen, anstatt in den Bedarf der Menschen selbst? Denn, klar, auch die Herstellung anderer Lebensmittel – wie etwa Gemüse oder Getreide – benötigt Wasser zum Gedeihen. Aber eben längst nicht in diesem Ausmaß. Und vor allem mit einem viel direkteren Weg hinein in unsere Körper.

15.000 Liter Wasser für ein Kilo Fleisch

Ein Beispiel gefällig? Wer sich einen Burger mit Soja-Patty genehmigt, der wird laut Peta mit einem Wasserverbrauch von etwa 158 Litern für den Anbau und die Herstellung rechnen können. Beim Rindfleisch-Patty kommen dagegen direkt mal 2.350 Liter Wasser zusammen. Das Rind muss bis zur Schlachtung schließlich dauerhaft gefüttert und getränkt werden – in Mengen, die kein Mensch jemals vergleichbar zu sich nehmen könnte.

Hinter tierischen Lebensmitteln steckt eben immer auch ein Lebewesen, das über Jahre hinweg für unseren Genuss herangezüchtet wird. Ein wasserintensiver Kreislauf. Denn dafür entstehen wiederum riesige Soja-Felder, die Bewässerung benötigen, um letztlich als Futtermittel im Trog – und nicht etwa auf unseren Tellern – zu landen.

Pflanzliche Lebensmittel benötigen zwar ebenfalls Wasser in der Erzeugung – an die horrenden Zahlen aus der Fleischproduktion kommen sie aber tatsächlich niemals heran. Vielleicht darf es an der ein oder anderen Stelle zukünftig also doch mal das Gemüse-Patty sein. 🙏🥦🍠🍆🥕

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