8 Dinge, die dir helfen, wenn alle fröhliche Weihnachten feiern – und dir nach Heulen zumute ist

Tausende Lichter blenden die Augen, Weihnachtslieder plärren in Endlosschleife aus dem Radio, gestresste Einkäufer wuseln mit Tüten voller Geschenke umher. Es ist nicht einfach, dem Weihnachtsfieber an diesen Tagen noch zu entgehen. Selbst wer sich großräumig von Weihnachtsmärkten fern hält, wird irgendwann eingeholt.

Vom Konsum, vom Festtagsfieber, vom „Ho ho ho“ – oder spätestens den quälenden Fragen im Büro: „Naaa, wie feierst du dieses Jahr Weihnachten?“

Es ist keine taktlose Frage. Sie ist auch nie wirklich böse gemeint. Sondern wird meist ganz nebensächlich, einfach so in den Raum geworfen.

Doch nicht jeder freut sich aufs Weihnachtsfest. Vielleicht nicht auf dieses eine ganz bestimmte, vielleicht auch auf gar keins, in keinem Jahr. Die Gründe dafür können so unterschiedlich sein, wie die Menschen, denen sich beim Anblick vom geschmückten Weihnachtsbaum der Magen zusammenzieht.

Viele haben mit dem Verlust eines lieben Menschen zu kämpfen, sind einsam oder mit der Familie zerstritten. Andere wollen sich vor allem vom Konsumgedanken des Festes freimachen, oder glauben schlicht und einfach nicht an den christlichen Gott. Doch aus welchem Grund auch immer: Nicht für jeden von uns ist Weihnachten die schönste Zeit im Jahr.

Umso schwieriger ist es, wenn die Lichter nicht aufhören wollen zu leuchten und die Fragen von Advent zu Advent drängender werden. „Naaa, hast du schon alle Geschenke zusammen?“ Nicht selten lässt einen die aufdringliche Besinnlichkeit der anderen fast schon wütend werden. Nicht selten steigen einem die Tränen in die Augen, bei der Frage nach dem eigenen Weihnachtsfest. Oder ein Gefühl von lähmender Ohnmacht folgt.

Um diese Zeit des Jahres dennoch so glimpflich wie möglich zu überstehen, kommt hier die passende Guideline für euch. Auch dieser Monat geht vorbei. Und auch dieser Monat kann entspannt(er) verlaufen. Wenn wir uns selbst nur ein wenig den Druck nehmen … und bei anderen auch mal auf Durchzug schalten. 🙊

8 Tipps, wie die Weihnachtszeit erträglich wird

Gib dir selbst Zeit – und Raum

Gefühle dürfen verarbeitet werden. Ob nun Trauer, Einsamkeit oder Frustration. All diese Emotionen sind gestattet und wollen gefühlt werden. Ja, sogar in der Weihnachtszeit. Es sollte ok sein, nicht ok zu sein. Und für diesen Zustand darf sich ganz bewusst so viel Zeit genommen werden, wie nötig ist. Um sich im Weihnachtstrouble der anderen nicht mehr ganz so hilflos zu fühlen, reicht es oft schon aus, mit sich selbst gnädig, geduldig und sanft umzugehen. Es ist ok, nicht mitlachen zu können. Es ist ok, wütend zu sein. Oder traurig oder neidisch oder genervt. Oder alles zusammen.

Finde Zeit für dich, mit anderen

Es kann schnell einsam werden, in einer Welt ohne Weihnachtsmarkt. Wer trauert, verlassen wurde oder zerstritten ist, leidet oftmals aber sowieso schon genug unter der ganzen Zeit für sich. Was jetzt hilft, ist Ablenkung. Einige wenige Freunde können ausreichen, denen du dich anvertrauen kannst. Und dann geht es eben mal einen Abend nicht um Plätzchenrezepte – sondern um dich. Quasi auch eine Art Geschenk. Heule dich aus, wenn dir danach ist und vielleicht merkst du ziemlich schnell, gar nicht so alleine zu sein. Auch andere spüren den gesellschaftlichen Anspruch der Feiertage. Auch andere bekommen das Gefühl, nicht genug zu sein. Und wer weiß? Vielleicht finden sich ja auch die passenden Menschen für ein ganz eigenes Winterfest – ohne Weihnachtsdruck?

Habe einen „Fluchtplan“ für brenzlige Situationen

Die Weihnachtsfeier mit den Kollegen steht an. Ein Adventsabend bei Freunden oder die Familienfeier, die einfach nicht abgesagt werden kann. Wenn du das Gefühl hast, damit überfordert zu sein, überlege dir vorab bereits einen Fluchtplan. Ja, das darf auch mal die fadenscheinigste Ausrede sein. Der Hund muss später noch ausgeführt werden. Eine weitere Party ist geplant. Die Eltern müssen vom Bahnhof abgeholt werden. Wer nicht bereit dazu ist, die eigenen Gefühle mit den Mitmenschen zu teilen, muss eben mal zur Notlüge greifen. Mit diesem Rettungsanker im Gepäck lassen sich auch die drückendsten Veranstaltungen schon leichter überstehen. Und wenn gar nichts mehr geht? Ist es ok, darauf zurückzugreifen. Wirklich.

Hab keine Angst davor, „nein“ zu sagen

Du und Weihnachten, das wird einfach nichts mehr? Gar kein Problem! Jedenfalls in der Theorie. In der Praxis folgt oftmals das gemeinsame Plätzchenbacken auf den Weihnachtsmarktbesuch und den Shopping-Marathon. Aber keine Sorge. Niemand muss sich diesen sozialen Verpflichtungen stellen. Wer will, kann dankend ablehnen und die eigene Situation erklären. Oder auch einfach gar nichts erklären. Was zu viel ist, wird abgesagt – oder gar nicht erst angenommen. So spart man sich schmerzhafte Momente und kann endlich Aufatmen. Und keine Sorge, vier Wochen sind schnell vorbei. Danach kannst du die Einladungen ganz bestimmt auf „neutralem“ Boden wieder nachholen.

Schaffe dir kleine, eigene Traditionen

Weihnachten feierst du nicht, aber die Kerzen auf dem Adventskranz lassen dich ruhiger werden? Ein Baum kommt dir nicht ins Haus, aber so ein Glühwein darf schon mal sein? Den Weihnachtsurlaub verlegst du lieber ans Mittelmeer? Oder an den Raclette-Tisch mit Freunden? Dann soll es so sein! Niemand muss sich für eine Seite entscheiden. Jeder darf Weihnachten mit einem mulmigen Gefühl begegnen – und trotzdem fröhliche Stunden haben. Ziehe das für dich heraus, was sich gut anfühlt. Gehe so weit, wie du gehen magst. Für Trauernde kann es tatsächlich hilfreich sein, Traditionen der Verstorbenen weiterzuführen. Doch auch hier ist nichts verpflichtend. Alles darf, es muss aber auch einfach rein gar nichts. (Tut gut sich das klarzumachen, oder? ❤️)

Fokussiere dich auf Aktivitäten, die dir Spaß machen

Alle sind auf dem Weihnachtsmarkt? Na dann hast du das Fitnessstudio vielleicht endlich mal für dich! Oder die Bibliothek. Oder das Kino. Der Weihnachtsansturm kann überwältigend sein. Was da oft nur noch hilft, ist der Fokus auf sich selbst. Was macht mir Freude, womit wäre ich gerade glücklich? Das kann alleine sein, oder mit anderen. Das können alte Gewohnheiten sein oder neue Erlebnisse. Wie wäre es zum Beispiel mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit? Oder der Kochgruppe mit Gleichgesinnten? Das Internet hält viele Möglichkeiten bereit. Vielleicht ist jetzt der Zeitpunkt, sie zu ergreifen?

Übe dich in Selfcare

Die Tage können sich ziehen wie Kaugummi, wenn zum zehnten Mal „Last Christmas“ aus den Lautsprechern tönt. Oder ein Kollege schon wieder gutgemeint zum Weihnachtsmarkt-Bummel lädt. Wer sich den ganzen Tag mit Stichen im Herz oder dem „Nein, danke“ auf der Zunge herumschlagen muss, der hat sich die Selbstliebe mehr als verdient. Und hey, das muss kein tägliches Schaumbad sein oder das fünfte Stück Kuchen. Vielleicht funktioniert für dich auch die liebste Urlaubsplaylist oder der verdiente Mittagsschlaf – um 20:00 Uhr. 😉

Erinnere dich daran, dass es besser wird, irgendwann

Vielleicht nicht dieses Weihnachten, vielleicht auch an gar keinem Weihnachten. Fakt ist aber: Auch die schlimmsten Wochen gehen vorbei. Und wenn das für dich eben die um Weihnachten sind, fine! Bald ist Januar, bald steht wieder anderes im Mittelpunkt. Versprochen.

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