Mieten, verwerten, selber machen: Auch Weihnachtsbäume verdienen ein langes Leben

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So langsam kriegt es auch uns. Dieses Gefühl der wohligen Wärme. Es kriecht uns unter die Haut, hält Einzug in unsere Köpfe… und hellt vielleicht sogar schon ein wenig die Stimmung auf. Jaaaaa, es mag sentimental klingen. Und trotzdem gibt es kaum etwas, dass sich mit dieser Vorfreude auf Weihnachten vergleichen lässt.

Klar, nicht immer überwiegt die Glückseligkeit. Weihnachten kann stressig sein, schmerzhaft oder einsam. Und doch helfen bei verschiedenen Menschen in verschiedenen Lebenslagen doch ähnliche Traditionen, um Stimmung aufkommen zu lassen. Eine davon ist der geschmückte Christbaum. Klar, denn der leuchtet, verstrahlt Wärme… und beherbergt nicht selten liebevolle Geschenke unter sich.

Deswegen gilt für uns: Wir wollen niemandem diese Möglichkeit der Vorfreude madig machen. Oder gar austreiben. Und doch haben wir uns vorgenommen, in diesem Jahr mal etwas genauer hinzuschauen. Um vielleicht sogar ebenbürtige Alternativen zu finden, zum traditionellen Wegwerfbaum. Denn allein in Deutschland sind es 25 bis 30 Millionen Bäume, die kurzzeitig unsere Wohnzimmer erhellen… und anschließend den Weg auf die Straße finden. Gezüchtet, um zu gefallen – maximal vier Wochen lang.

Wirklich nachhaltig oder umweltfreundlich ist so ein Christbaum also leider nicht. Denn der Anbau kostet Fläche, findet in Monokulturen statt, nicht selten unter dem hohen Einsatz von Pestiziden. Und auch die Anreise fordert einen hohen CO2-Fußabdruck. Meist kommen die Tannen aus dem Ausland – und müssen aufwendig zu uns transportiert werden. Dabei gibt es bereits andere Möglichkeiten. Solche, die uns auch weiterhin das Wohnzimmer verschönern. Versprochen. Aber eben mit so viel mehr Bedacht… und Freude.

Weihnachtsbäume mieten

Das Prinzip dahinter ist einfach. Wir kaufen keinen abgeholzten Baum, dem bereits das Wurzelwerk fehlt, sondern einen ‚lebendigen‘. Im Topf, mit Erde und Nährstoffen darin. Denn auf diesem Weg kann unser Weihnachtsbaum nach den Feiertagen wieder seiner eigentlichen Aufgabe nachkommen: Im Wald stehen und CO2 speichern. Von vielen verschiedenen Anbietern werden Bäume inzwischen angeliefert, ausgeliehen, abgeholt – und wieder eingepflanzt. Sie alle haben es sich zur Aufgabe gemacht haben, den Weihnachtsbaum in einen nachhaltigen Kreislauf zu speisen.

Natürlich benötigt ein solcher Baum aber mehr Pflege. Er sollte kühl und trocken lagern, höchstens eine Woche im Innenraum aufgestellt sein und er benötigt natürlich Bewässerung. Aber ist Weihnachten nicht genau dafür letztlich da? Für Achtsamkeit und Bewusstsein…?

Hier könnt ihr auch in eurer Nähe Weihnachtsbäume mieten: WunderTree, Paderbäumchen, Rent-A-Plant, Greentree, Weihnachtsbaumfreunde

Weihnachtsbäume selber pflanzen

Klar, nicht jeder hat einen riesigen Garten oder möchte Jahre lang damit verbringen, die eigene Tanne großzuziehen. Doch für all diejenigen, die keinen 2-Meter-Baum im Wohnzimmer brauchen, kann die Selfmade-Tanne trotzdem die nachhaltigste Lösung sein. Denn sie kommt jedes Weihnachten aufs Neue zum Einsatz. Und kann den Rest des Jahres fleißig im eigenen Töpfchen oder auf der Wiese weiter wachsen. Gerade für kleine Haushalte ist das mit Sicherheit die ökologischste Methode. Und die günstigste. Denn nach einer einmaligen Anschaffung ist erstmal ausgesorgt.

Und auf die Größe? Kommt es letztendlich doch nun wirklich nicht an!

Weihnachtsbäume wiederverwerten

Für die gepflanzte Tanne ist kein Platz? Und einen Mietservice gibt es nicht in eurer Nähe? Dann lohnt es sich zumindest, beim Baumkauf wählerisch zu sein. Oftmals zeigen die jeweiligen Siegel bereits, wie ökologisch der Baum gezogen wurde. Bio- oder FSC-Kennzeichnungen sprechen beispielsweise für einen Anbau in Mischkulturen und ohne den Einsatz von Pestiziden. Zudem wird dort auf die Herkunft geachtet. Nordmanntannen müssen leider unter hohem Transportaufwand aus den Nachbarländern angefahren werden. Besser eigenen sich dagegen Fichten, Kiefern oder Tannen – denn die wachsen in der Region.

Wer sich für einen ökologischen Weihnachtsbaum entschieden hat und ihn nach den Feiertagen nicht sofort im Müll entsorgen will, der hat auch hier Möglichkeiten. Auf zweite Chancen nämlich und eine sinnvolle Verwertung. Tierparks und Zoos freuen sich häufig über diese Art von Futtermittel. Alternativ eignen sich Zweige aber auch als Dekomaterial – oder zur Befeuerung des Kamins.

Ein Baum ist eben nicht dafür gemacht, uns weniger als zwei Tage Freude zu bescheren. Vor allem nicht, weil es doch so einfach so anders geht. 🎄

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