Wie ist es eigentlich, wenn man zehn Tage lang auf Milchprodukte verzichtet?

» Anscheinend habe ich ganz schön viele Milchprodukte gegessen. Oder warum bin ich immer hungrig? «

Schon den ersten Tag starte ich mit schlechter Laune. Normalerweise esse ich morgens Müsli mit Obst und Quark. Letzteren ersetze ich jetzt mit Sojmilch. Schmeckt auch okay, aber ist halt nicht dasselbe. Und mal abgesehen davon, dass ich, was Frühstücksrituale angeht, offenbar weniger flexibel bin als meine eigenen Großeltern, hält mein Frühstück heute auch wesentlich weniger lange vor. Obst und Co. sind zum Glück ja milchfrei, also bediene ich mich an den Bananen, die hier in der Redaktion immer herumstehen.

Den Tag überstehe ich gut ohne Milchprodukte; mittags gibt es bei mir eh meistens Nudeln, Reis oder Salate, das geht auch alles mit Gemüse als Beilage. Den Cappuccino nachmittags trinke ich mit Soja- statt mit normaler Milch. Mache ich eh ab und zu, weil mir Sojamilch schmeckt und mir bei der billigsten Billigmilch, die in den Coffeeshops leider gern verwendet wird, die Kühe leidtun. Da zahle ich lieber 40 Cent mehr. (Wer aus ethischen Aspekten auf Milchprodukte verzichtet: Hier dürfen Kühe glücklich leben.) Abends bin ich etwas ratlos. Normalerweise esse ich da gern Brot mit Hüttenkäse und Salat. Von dem Veggie-Aufstrich werde ich jetzt aber nicht richtig satt. Und nun?

Die Lösung finde ich am zweiten Tag. Kichererbsen! Ich bin selbst darauf gekommen (grenzgenial, ich weiß), dass mich Kohlenhydrate allein nicht satt machen, also gibt’s ab jetzt eiweißreiche, pflanzliche Alternativen. Und Avocado wird zu meinem neuen besten Freund! 

So lassen sich die restlichen Tage gut aushalten. Eine reine Wunderhaut und verbesserter Schlaf lassen allerdings auch nach zehn Tagen noch auf sich warten. Die Versuchsphase ist wahrscheinlich einfach nicht lang genug, denke ich mir. Weil mir mein geliebter Quark leider doch ziemlich fehlt, beende ich das Experiment wie geplant nach zehn Tagen und kaufe mir feierlich ein paar Packungen. Man muss sich ja nicht unnötig quälen, finde ich, und ich kann ja variieren: Mal Sojamilch, mal normale Milch, mal Quark, mal Kichererbsen.

Das bestätigt mir auch Ernährungswissenschaftlerin Daniela Elena Laubinger, mit der ich über das Für und Wider von Milchprodukten spreche.

» Die Dosis macht das Gift «

Gegen etwas Milch im Kaffee oder im Müsli sei absolut nichts einzuwenden. Fettarmer Quark, Joghurt und Hüttenkäse seien gesunde Sattmacher und während einer Diät absolut empfehlenswert. Auch Sojaprodukte seien gesund, wie man an asiatischen Menschen sehe. Menschen mit Schilddrüsenunterfunktion sollten hier jedoch vorsichtig sein, denn Soja könne Schilddrüsenprobleme noch verschlimmern. Grundsätzlich sollte man, was die Ernährung angeht, aber im wahrsten Sinne auf sein ‚Bauchgefühl‘ hören und auf den eigenen Körper vertrauen.

Credit: Giphy, Corbis

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