Bessere Orgasmen durchs Yoni-Ei? Ich habe das Vagina-Workout getestet!

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Credit: Liebelei

Text: Tabea Sophia Ernst

I know, das Thema „Beckenboden“ klingt erst einmal nicht so sexy. 😜 Aber glaubt mir, wenn ich euch erzähle, dass das Training dieser Muskelplatte mir in den letzten zwei Monaten unglaubliche Höhepunkte beschert hat. Und das wiederum ist doch sehr sexy, oder?

Während also gerade 6 Mio. Abonnenten zu Hause mit Pamela Reif trainieren, setze ich seit Anfang Dezember auf ein Home-Workout der ganz anderen Art. Gäbe es ein YouTube-Video dazu, würde der Titel „20 MIN PELVIC FLOOR WORKOUT – beginner friendly // with equipment“ lauten. Ich brauche dazu allerdings kein Booty-Band, sondern greife zum Yoni-Ei von liebelei.

Was ist ein Yoni-Ei?

Du denkst gerade „Yoni-What?!“ und hast keine Idee, von was ich spreche? No worries, der Begriff ist noch nicht so bekannt, aber super einfach erklärt: Yoni kommt aus dem Sanskrit, der Sprache der Yogis, und heißt übersetzt Vagina. Ein Yoni-Ei ist daher nichts anderes als ein Ei aus Edelstein, das in die Scheide eingeführt wird und innerlich für das nötige Gewicht während des Beckenboden-Trainings sorgt. Es ist quasi die Kurzhantel für deine Vagina. 😏

Auch wenn das Yoni-Ei wie ein Modern-Yogi-Trend wirkt, ist es alles andere als ein neuer, kurzweiliger Hype. Schon vor Tausenden von Jahren nutzten chinesische Kaiserinnen sie, um untenrum für mehr Stärke und Lust zu sorgen. So gesehen ist das Yoni-Ei so etwas wie die Liebeskugel 1.0 – allerdings mit einem großen Unterschied zu den modernen Sextoys. Der Kristall ist zu 100% natürlich und somit frei von Weichmachern und Silikonen.

Zugegeben. Als ich zum ersten Mal erklärt bekomme, was ein Yoni-Ei ist, bin ich skeptisch. Skeptisch, aber auch super fasziniert. Und vor allem: extrem neugierig. Die Vorstellung, meiner Vagina einen schönen Edelstein zu schenken, weckt mein Interesse. Ich möchte es probieren. Ich möchte das „magische Yoni-Workout“ testen. ✨

Wie finde ich das richtige Yoni-Ei?

Nachdem ich mich einige Tage lang schlau gemacht habe, fällt meine Wahl auf ein Yoni-Ei aus Rosenquarz – beziehungsweise auf drei Yoni-Eier aus Rosenquarz. Bei meiner Entscheidung unterstützt mich liebelei-Gründerin Katharina, die in ihrem Online-Shop neben einer Vielzahl unterschiedlichster Eier auch diverse Kristalldildos verkauft und auf ihrem Instagram-Account über weibliche Lust, Masturbation und healing pussy power spricht.

Size matters: Von groß zu klein

„Für Einsteigerinnen ist ein Set mit drei unterschiedlichen Größen ratsam“, rät mir Katharina. Ich solle mit dem größten Ei beginnen und mich dann langsam an die kleineren rantasten. Ich bin verwirrt. Sie meinte doch sicherlich, dass ich mit dem kleinsten starten soll?! Aber nein, sie hat sich nicht vertan. „Wenn eine Vagina noch ‚untrainiert‘ ist, ist sie – mal salopp gesagt – eher grobmotorisch“, erklärt mir die Berlinerin.

Mit der Zeit würde sie aber stärker „greifen“ und das Ei besser halten können. „Sobald du es intentional in dir bewegen kannst, ist der Punkt gekommen, kleiner zu werden“, weiß sie – natürlich auch aus eigener Erfahrung.

Ein weiterer Tipp für Einsteigerinnen: Wählt ein Ei mit Rückholkettchen, an dem ihr es wieder aus eurer Vagina herausziehen könnt. Das nimmt euch die Angst, dass es „steckenbleibt“ und ihr könnt bei euerm Training viel besser entspannen.

Von Amethyst bis Saphirquarz – welchen Stein soll ich wählen?

Auf eurer Suche nach einem geeigneten Yoni-Ei werdet ihr auf die unterschiedlichsten Kristalle stoßen. Manche sind aus Rosenquarz (wie meine), andere aus Jade. Einige haben eine helle Oberfläche, andere eine tief schwarze. Ob ihr euch für einen Bergkristall, Amethysten oder Obsidian entscheidet, liegt ganz bei euch und eurer Intention. Deswegen fragt euch: Was möchte ich – neben einem starken Beckenboden – erreichen?

Rosenquarz gilt zum Beispiel als der Stein der bedingungslosen Liebe und freudvollen Fruchtbarkeit. Saphirquarz soll hingegen zu mehr innerer Ruhe und Mut verhelfen. Jeder Edelstein hat eine andere Super-Power, die auf dich übertragen werden kann.

Ei, ei, ei ist mein erstes Vagina-Workout intensiv!

Wenn meine Erklärungen gerade ein anregendes Vorspiel waren, kommen wir jetzt einmal so richtig zur Sache. Ich benutze mein Yoni-Ei zum ersten Mal. Dafür mache ich mir Kerzen an, lege mich auf meinen Rücken und wärme den Stein etwas in meiner Hand auf. Das Ei passt perfekt in meine geschlossene Faust. Wenn ich es umgreife, berühren meine Fingerspitzen meinen Handballen.

Ich entspanne mich, benutze etwas Gleitgel und bin überrascht, als ich das Yoni-Ei in mir spüre. Es liegt in meiner Vagina. Ich nehme sein Gewicht als angenehmen Widerstand wahr. (Das größte Ei wiegt laut meiner Küchenwaage übrigens 62 Gramm, das kleinste etwa 27 Gramm.)

Let’s talk about sex, baby. Let’s talk about the Beckenboden, maybe.

In den ersten Minuten traue ich mich nicht, mich zu bewegen. Also liege ich einfach nur da und atme ganz bewusst ein und aus. Ich bin Yoga-Lehrerin und erzähle in meinen Klassen häufig vom „Mula Bandha“, was im weitesten Sinne unser Beckenboden ist. „Atmet tief aus und zieht euern Bauchnabel dabei aktiv in Richtung Wirbelsäule“, sage ich meist. „Ganz am Ende der Ausatmung solltet ihr spüren, wie sich euer Beckenboden automatisch mit anhebt“, erkläre ich mit ruhigem Ton, während sich meine Schüler vor mir in einem aufrechten Sitz befinden.

Aber OMG, so wie ich diesen „natürlichen Lift“ jetzt spüre, habe ich es selber auch noch nicht getan. Ja, nicht einmal für möglich gehalten. Mit so einem intensivem Gefühl habe ich definitiv nicht gerechnet. Ich atme noch einige Mal tief aus. Jedes mal verschlägt es mir fast den Atem.

Als ich mich ready fühle, richte ich mich behutsam auf und greife nach dem „Yoni-Yoga-Booklet“, das ich zu den Eiern erhalten habe. Ich beginne zum Aufwärmen damit, meine Hüften zu kreisen, setze mich einige Mal in den „Chair“ und mache anschließend ein paar Cat-Cow-Bewegungen auf allen Vieren. Nach 15 Minuten höre ich auf. Das sollte genug Stimulation für heute sein. Außerdem überkommt mich große Lust und ich weiß, dass mein Freund nebenan am PC sitzt. 😜

Die ersten Male soll man es laut Katharina eh nicht übertreiben. „Eine Viertelstunde reicht absolut aus, um einen achtsamen Umgang mit sich und seiner Yoni zu üben“, gibt sie mir mit auf den Weg. Nach einigen Malen und etwas Übung wären dann auch 30 Minuten drin. Einige Frauen tragen ihr Ei irgendwann sogar mehrere Stunden, andere die ganze Nacht. Die Praxis sollte aber kein Wettkampf à la „Wer hat den längsten… Atem?“ werden. Es ist viel mehr eine Möglichkeit, sich in Ruhe mit der eigenen Weiblichkeit auseinanderzusetzen und zu verbinden.

Yoga, spazieren, putzen, twerken – mit dem Yoni-Ei geht alles

Nach ein paar Tagen Yoni-Yoga werde ich mutiger und beginne zu experimentieren. Ich tanze mit dem Ei in mir durch die Wohnung. Twerke zu Songs von Miley Cyrus. Wirble mit einem Putztuch durchs Wohnzimmer. Und ja, gehe eines Tages sogar raus, um zu spazieren.

Ich liebe dabei nicht allein das warme, kribbelnde Gefühl, das sich in meiner Vagina ausbreitet, sondern vor allem das Gewissen, dass ich hier gerade etwas ganz Wundervolles für mich mache. Ich spüre, wie gut es mir tut, das Yoni-Ei zu benutzen und mich auf sinnlicher Weise meinem Körper zu nähren.

Die Wirkung bemerke ich nicht nur während und nach meinen Yoni-Sessions. Auch im Bett verändert sich etwas. Ich fühle mich sexier, selbstbewusster und kann meine Vagina deutlich besser squeezen, sodass der Sex mit meinem Freund für uns beide spürbar intensiver wird.

Das mittelgroße Yoni-Ei ist an der Reihe!

Nach etwa einem Monat greife ich zum ersten Mal nach dem mittelgroßen Ei. Ich habe in den vergangene Wochen circa zwei bis drei Yoni-Sessions pro Woche gemacht. Mittlerweile kann ich das große Ei deutlich besser halten und verstehe, was Katharina mit „greifen“ und „intentional bewegen“ meinte. 😉

Das mittelgroße Ei liegt nicht „so schwer“ in mir. Es fühlt sich anders an. Meiner Meinung nach sogar etwas intensiver. Vielleicht liegt das aber auch an meinem inzwischen „durchtrainierten“ Beckenboden. Vielleicht sieht man mir – anders als bei den Pamela-Workout-Peoplen – meine Einheiten nicht an. Doch ich spüre sie extrem. Ich habe zwar keine Killer-Abs bekommen, dafür aber einen Killer-Beckenboden.

Mit dem mittelgroßen Ei mache ich vor allem wieder Yoga. Die halbe Brücke, der Schmetterling und der Chair sind zu meinen absoluten Favoriten geworden. Verbunden mit einer bewussten Atmung und dem Aktivieren des Mula Bandhas gehören sie zum Höhepunkt meiner halben Stunde Yoni-Magic.

Noch immer übertreibe ich es zeitlich nicht. 30 Minuten reichen mir. Nur manchmal trage ich das Yoni-Ei für etwa eine Stunde. Da sitze ich dann tippend am PC, färbe mir meine Augenbrauen oder liege netflixend auf der Couch.

Klein aber oho! Ich bin am Höhepunkt angelangt

Das kleinste der drei Eier probiere ich weitere drei Wochen später aus. Die ersten Male ist es wirklich eine Challenge, den Edelstein zu greifen. Dass ich jemals dachte, man würde mit dem kleinsten anfangen, bringt mich fast zum Lachen. 😅

Ich würde lügen, wenn ich behaupte, dass ich das kleine Yoni-Ei in den letzten zwei Wochen zu bewegen gelernt habe. Ich spüre es, ja. Aber es ist definitiv ein Unterschied zu den zwei Vorgängern.

Was jedoch absolut wahr ist: In den vergangenen zehn Wochen habe ich eine Verbindung zu meiner Vagina aufgebaut, wie ich sie zuvor nie hatte. Ob es nun an der Energie des Rosenquarz liegt, die prickelnde Sexualität verspricht, oder an meinem Beckenboden, der durchtrainierter als Pamela Reifs Abs ist – meine Orgasmen sind intensiver, der Sex mit meinem Freund lustvoller und ich fühle mich einfach sexy. 😏

Also Girls: Get your yoni-egg. And may orgasms be with you!

Credits: Liebelei

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