Wie diese Lady mit ihrem großen Muttermal über Selbstliebe spricht, ist alles, was wir heute lesen wollen

GIRLS, heute ist internationaler Weltfrauentag (Hoch die Gläser, auf UNS! 👭🎉🍾) Ein big Day, den man wohl kaum besser zelebrieren könnte als mit einer Lady, die uns mal eben mit einer fetten Lektion in Sachen Selbstliebe so richtig vom Hocker haut!!

Jahaaaa, von Yulianna Yussef, der hübschen Lady, die uns hier so verträumt entgegenlächelt, können wir uns definitiv alle noch ein Scheibchen abschneiden. Warum? Weil Yulianna es geschafft hat, sich und ganz besonders ihren Körper so zu akzeptieren, wie er ist. Und mit allem, was dazu gehört.

Denn was man auf dem Foto nicht erkennt, ist das riesige Muttermal, das sich fast über den gesamten Rücken der hübschen Blondine und über einen Großteil ihres Bauches erstreckt. Ein Muttermal, das Yulianna seit ihrer Geburt begleitet, genau wie viele kleinere Geburtsmale auch.

Die 25-Jährige leidet an einer sogenannten kongenitalen melanozytäre Nävi (CMN). Eine Hautkrankheit, die in ihrem Fall angeboren, aber zum Glück ungefährlich ist. Zumindest, wenn man es aus der medizinischen Sicht sieht. Denn die mentalen Folgen, die Yuliannas tägliche Begleiter mit sich zogen, kann man wohl keineswegs als banal und schmerzfrei abtun.

Heute steht Yulianna öffentlich zu ihrem großen Muttermal…

… doch das war nicht immer so!

Nein, ganz im Gegenteil sogar. Die heute 25-Jährige wurde jahrelang wegen ihrer Muttermale gemobbt. Ich war eigentlich ein total glückliches und sorgenfreies Kind. Bevor ich acht Jahre alt wurde, schenkte ich meinen Muttermalen keine große Aufmerksamkeit“, beginnt die Polin im Interview mit dem Mirror zu erzählen. 

Aber dabei blieb es nicht… Plötzlich bemerkte ich all die Augen, die auf mich gerichtet waren, und wie die Leute mit den Fingern auf meine Beine zeigten und dabei Dinge sagten. (…) Um es in drei Worten festzuhalten: Ich wurde gemobbt. Doch es waren nicht nur die Kommentare. Andere Eltern ließen mich auch nicht mit ihren Kindern spielen, weil sie dachten, ich wäre ansteckend.“ Ansteckend? Wie bitte?! 😳Schon mal was von Pickeln gehört, die zu einem rüberspringen, sobald man sie nur anguckt? Wohl kaum! 

» Ich war ein Dalmatiner, eine Giraffe, eine Kuh. Ich war schmutzig. «
Yulianna Yussef

Doch genau dieses Gefühl wurde Yulianna Tag für Tag von der Außenwelt übermittelt. Ich war ein Dalmatiner, eine Giraffe, eine Kuh, ich war schmutzig. Die Leute dachten, wenn sie mit mir sprächen, würden meine Muttermale auf sie überspringen.“

Und die Skinshaming-Kommentare wurden auch in den nächsten Jahren nicht besser.Als ich 14 oder 15 Jahre alt war, ging ich mit meiner Freundin zum Strand und natürlich schauten mich die Leute wieder an. Eine alte Frau kam sogar zu mir, um mir zu verraten, wie ich meine ‚Warzen‘ entfernen lassen könnte und einige Kellnerinnen sagten im Café auch noch unfreundliche Worte zu mir. Es passierten viele solcher Dinge an diesem Morgen. Meine Freundin sagte nur zu mir: ‚Oh mein Gott! Mit dir spazieren zu gehen, ist, als hätte man einen Affen neben sich.‘ Ich weiß, dass es nur Worte waren und in gewisser Weise sollte es auch nur ein Witz sein, (…) aber danach fing ich an, den ganzen Sommer zu Hause zu sitzen und abends ein oder zwei Stunden laufen zu gehen, wenn es dunkel war.“

Das Schlimme daran? Mit jedem Tag wurden die Selbstzweifel der jungen Frau schlimmer. Ich fragte mich die ganze Zeit nur noch: ‚Warum ich? Wie hab ich das verdient?‘ und dachte, dass niemand jemals ein Mädchen mit einem schwarzen und behaarten Rücken lieben würde.“ Gedanken, die schon beim Lesen wehtun…

Irgendwann legte Yulianna den Schalter einfach um: „Ich war es so leid…“

Wenn man jedoch heute auf Yuliannas Instagram-Profil schaut, ist von Selbstzweifeln keine Spur mehr. Die 25-Jährige zeigt sich selbstbewusst und offenherzig vor der Kamera – und steht zu jedem befleckten Teil ihres Körpers. Den Strand sausen lassen? Würde für die Blondine heute nicht mehr in Frage kommen.

Ich war es so leid, mich zu verstecken und Angst vor den Menschen und ihren Reaktionen zu haben. Gleichzeitig hasste ich mich für meine Schwäche und dafür, dass ich mich selbst so bemitleidet hatte. Ich verstand irgendwann einfach, dass niemand außer mir selbst dabei helfen wird, mein Selbstbewusstsein neu aufzubauen“, erklärte sie dem Mirror weiter.

Und genau dieses neue Selbstwertgefühl will sie nun auch an ihre Follower (mittlerweile sind es bereits über 100.000 🙌🏻) weitergeben und zeigen, dass nichts (!) an ihr seltsam oder gar „ansteckend“ ist. Die meisten Leute hätten laut Yuliannas Aussage nämlich einfach nicht gewusst, was genau hinter ihrer mit Muttermalen übersäten Haut steckt.

„Und dann verstand ich, dass, wenn sie es wüssten, mein Leben und das von anderen Kindern und Erwachsenen mit CMN vielleicht so viel einfacher wäre“, so die Instagram-Userin weiter. Ein Einsatz, der hoffentlich belohnt wird! 👏🏼

Ich möchte glücklich und gesund sein, mich in meiner Haut schön und selbstsicher fühlen und genau das tue ich jetzt.“ Also Girls, love youself! Ihr seid toll, so wie ihr seid! ❤️

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