
Das sind die 5 Baby-Gadgets, auf die ich auch beim dritten Kind nicht verzichten möchte
Es gibt ungefähr so viele Baby-Gadgets wie gut gemeinte Ratschläge, sobald man schwanger ist. Also: sehr, sehr viele.
Einige davon sehen im Onlineshop nach der Lösung für sämtliche Probleme aus – und stehen später erstaunlich unberührt in irgendeiner Ecke. Andere kosten zwar erst einmal Überwindung (und teilweise auch wirklich viel Geld), retten einem dafür aber regelmäßig den Tag. Da ich gerade meinen dritten Jungen bekommen habe, weiß ich inzwischen ziemlich genau, welche Produkte bei uns tatsächlich funktioniert haben. Nicht nur für ein hübsches Foto. Sondern an müden Tagen, bei schlechten Schläfchen, mit einem Geschwisterkind daneben und genau dann, wenn eigentlich gar nichts nach Plan läuft.
Diese fünf Teile wurden bereits von zwei Kindern ausführlich getestet und sind jetzt für Runde drei wieder im Einsatz. Third time’s a charm – hoffentlich. Und bevor jemand angesichts der Preise kurz seine Familienplanung überdenkt: Vieles davon findet man gebraucht, kann es von Freunden übernehmen oder zunächst ausleihen. Gerade bei Babys gilt schließlich: Was das eine Kind liebt, findet das nächste möglicherweise maximal mittelmäßig.
Der Kinderwagen, der das Schaukeln einfach selbst übernimmt
Der Cybex e-Priam ist für mich als große Frau ideal: Der Schiebegriff lässt sich weit ausziehen, der Wagen fährt sich leicht und erscheint regelmäßig in überraschenden Sonderdesigns. Dieses Mal habe ich mich natürlich für den Denim-Look entschieden.
Noch praktischer ist die elektrische Schaukelbewegung. Über die App fährt der e-Priam sanft vor und zurück – perfekt, wenn das Baby nur bei Bewegung weiterschläft. Statt den Wagen beim Gespräch oder im Café ununterbrochen mit einer Hand anzuschieben, übernimmt er das einfach selbst. Natürlich immer mit angezogener Bremse und dem Baby unter Aufsicht.
Die Babywippe, die praktisch und schön ist
Die LEVO Babywippe von Charlie Crane haben meine beiden großen Jungs geliebt. Sie kommt ohne Motor und wilde Bewegungen aus: Das Baby liegt relativ frei darin und setzt die Wippe durch seine eigenen Bewegungen sanft in Schwung. Besonders im Beinbereich bleibt angenehm viel Platz, statt das Kind stark einzuengen oder sehr aufrecht hinzusetzen.
Natürlich brauchen Babys trotzdem genügend Zeit auf dem Boden, um frei zu strampeln und sich zu rollen. Für kurze Momente, in denen das Baby sicher bei mir liegen und gleichzeitig etwas sehen soll, ist die LEVO aber perfekt. Mit dem passenden Spielbogen lassen sich zusätzlich verschiedene Spielsachen befestigen. Jetzt fehlt nur noch das Urteil von Kind Nummer drei.
Teuer, diskutiert – und für mich trotzdem unverzichtbar
Über Babytragen scheiden sich bekanntlich die Geister. Meine persönliche Erfahrung mit der Zeitgeist-Trage von Artipoppe ist jedoch sehr gut. Ja, sie ist ein Investment. Für mich als große Frau sitzt sie aber angenehm und bietet genau dort Stabilität, wo ich sie brauche: am Kopf, an den Beinen und am Rücken.
Auch meine beiden eher schweren Babys konnte ich darin bequem tragen. Außerdem lässt sie sich einfach anlegen – mit mehreren Kindern ein ziemlich entscheidender Vorteil. Und natürlich ist auch das Design nicht zu verachten.
Am Ende muss jede Trage zum Körper und zum jeweiligen Baby passen und korrekt eingestellt werden. Bei meinen beiden Großen gab es keine orthopädischen Probleme – und für uns hat dieses Modell einfach funktioniert.
Der Schläfchen-Joker für chaotische Tage
Meine beiden ersten Kinder haben die Federwiege von Moonboon geliebt. Besonders wertvoll war sie, wenn ein bestimmtes Schläfchen stattfinden musste, ich aber wegen des Geschwisterkindes, Krankheit oder schlechten Wetters nicht mit dem Kinderwagen losziehen konnte.
Ich würde dabei immer die Variante mit Motor wählen. Wer möchte schließlich die ganze Zeit daneben sitzen und selbst anschubsen? Der Motor übernimmt das gleichmäßige Schaukeln und gibt mir beide Hände zurück.
Aber: Manche Babys lieben Federwiegen, andere gar nicht. Bei meinem ersten Sohn habe ich sie zufällig in einem Spielcafé getestet – Malo schlief darin sofort ein. Mein Tipp ist deshalb, sie vor dem Kauf bei einer Freundin auszuprobieren oder zunächst auszuleihen. Moonboon vermietet sowohl die Federwiege als auch den Motor.
Der Spielbogen, der wirklich mitwächst
Der Play Gym von Lovevery war einer der ersten Spielbögen, die sich in verschiedene Richtungen erweitern ließen. Er bringt viel Zubehör für unterschiedliche Entwicklungsstufen mit – das man allerdings nicht alles gleichzeitig anbieten sollte.
Bei uns war er besonders für die Bauchlage hilfreich, aber auch für die Momente, in denen ich kurz duschen wollte und das Baby beschäftigt war. Später lässt er sich mit einer Abdeckung sogar in ein kleines Spielzelt verwandeln. Beide Jungs haben ihn wirklich lange geliebt.
Für meinen zweiten Sohn hatte ich außerdem das Spielzeug-Abo von Lovevery, das ich ebenfalls sehr gut fand. Leider sind viele dieser Spielsachen ausschließlich im Abo erhältlich. Dafür lassen sie sich auf Kleinanzeigen extrem schnell und zu erstaunlich guten Preisen weiterverkaufen. Der Spielbogen ist zum Glück auch einzeln erhältlich.
Was ich beim dritten Kind anders mache
Ich kaufe nicht mehr automatisch jedes Produkt, das verspricht, Babys würden damit sofort schlafen, essen oder sich bis zur Einschulung selbst beschäftigen. Ich weiß inzwischen: Das beste Baby-Gadget ist nicht das mit den meisten Funktionen. Es ist das, das zum eigenen Alltag und zum eigenen Kind passt. Manche dieser fünf Produkte sind teuer. Dafür haben sie bei uns bereits zwei Kinder begleitet, werden jetzt wieder verwendet und lassen sich anschließend weitergeben oder verkaufen. Andere würde ich grundsätzlich erst gebraucht kaufen, bei Freunden ausprobieren oder mieten.
Denn so sehr ich alle fünf liebe: Kein Baby hat die Produktbeschreibung gelesen. Und genau deshalb entscheidet am Ende immer das Kind. Meine beiden Großen haben ihre Favoriten jedenfalls bereits gewählt. Jetzt bin ich sehr gespannt, ob ihr kleiner Bruder den Familiengeschmack teilt – oder direkt sein eigenes Review abgibt.




