Der Model-Eingang-Moment
Mit frisch gestylter Löwenmähne und einer gesunden Portion „Fake it till you make it“ marschierte ich Richtung Model-Eingang.
Die Security schaute. Ich schaute zurück. Niemand sagte etwas. Und plötzlich war ich drin. Backstage. Zwischen echten Models. Mit echten Walks. Und echtem Adrenalin.
Wie ich fast Teil der Show wurde
Ich bewegte mich erstaunlich souverän durch das Chaos aus Kleiderstangen, Stylisten, Visagisten und Menschen mit Headsets, die alle sehr beschäftigt wirkten. Niemand hielt mich auf. Niemand fragte. Niemand guckte komisch.
Und ich schwöre: Das lag zu 90 Prozent an den Haaren. Denn gute Haare sind nicht nur Optik – sie sind Haltung.
Choreo? Äh… nein.
Dann kam der Moment, in dem ich kurz dachte: „Vielleicht laufe ich wirklich mit.“ Die Producerin wollte mit den Models (also unter anderem mit MIR) die Choreo einstudieren. Choreo?! Ich dachte, die laufen da nur rauf und runter?! Die Panik in meinem Gesicht fiel niemandem auf, genau so wenig wie der Fakt, dass ich gut einen Kopf kleiner war, als die meisten anderen.
Ich stellte mich zu den Models.
Drei Sekunden später wusste ich:
Ich habe viele Talente. Das gehört nicht dazu.
Ich bin ausgestiegen. Würdevoll. Also innerlich. Äußerlich eher mit einem „LOL nope“-Vibe.
Niemandem negativ aufgefallen – HOW?!
Das eigentlich Verrückte? Ich bin nicht negativ aufgefallen. Nicht als Fremdkörper. Nicht als „Wer hat sie reingelassen?“ Nicht als modische Katastrophe.
Und ja – ich bleibe dabei: Die Haare haben mich getragen. Der Style hat mir Haltung gegeben. Das Haarspray hat geliefert.