| 01.10.2026 | by Ninon | SPONSORED

Es ist nie zu spät, sich mit dem Thema HPV auseinanderzusetzen

Es gibt diese Dinge, bei denen man irgendwann denkt: Mist. Hätte ich das mal früher gemacht. Mehr Sport. Weniger Sonnenbank. Nicht jedes Mal mit nassen Haaren rausgehen. Und vielleicht auch: Sich rechtzeitig um bestimmte Impfungen kümmern.

Wenn es um die HPV-Impfung geht, die bestimmten HPV-bedingten Krebsarten vorbeugen kann, glauben viele von uns, dass der Zug längst abgefahren ist. Schließlich verbindet man die Impfungen oft mit dem Kindes- oder Jugendalter (ab 9 Jahren) und denkt, dass diese Art der Krebsprävention später nicht mehr möglich ist. Oder? Nicht unbedingt.

 

Die gute Nachricht zuerst

Ja, die HPV-Impfung wird idealerweise im Alter zwischen 9 und 14 Jahren durchgeführt. Das ist der Zeitpunkt, an dem der Körper eine bessere Immunantwort auf die Impfung aufweist. Aber daraus folgt nicht automatisch, dass die HPV-Impfung später keinen Sinn mehr ergibt. Genau das ist ein Missverständnis, das viele Erwachsene davon abhält, sich überhaupt mit dem Thema zu beschäftigen.

Warum wir bei Gesundheit oft in Schwarz-Weiß denken

Irgendwie haben wir Menschen die Angewohnheit, alles in zwei Kategorien einzuteilen: Zu spät. Oder eben nicht zu spät. Dabei funktioniert Gesundheit (und das Leben allgemein) meistens anders. Niemand würde sagen: „Ich habe meine Haut 20 Jahre lang nicht eingecremt, also brauche ich jetzt auch keinen Sonnenschutz mehr.“

Oder: „Ich habe nie Sport gemacht, also lohnt sich ein Spaziergang heute auch nicht.“ Und genauso wenig muss eine versäumte HPV-Impfung nicht automatisch bedeuten, dass man das Thema abhaken sollte.

Was viele nicht wissen

Humane Papillomviren (HPV) sind weit verbreitet – ca. 4 von 5 Menschen infizieren sich irgendwann im Laufe ihres Lebens damit.

Dabei gibt es nicht nur einen HPV-Typ, sondern viele verschiedene. Man unterscheidet dabei zwischen Niedrig- und Hochrisiko-Typen. Letztere können unter bestimmten Umständen HPV-bedingte Krebsarten verursachen, darunter z.B. Gebärmutterhalskrebs sowie weitere gewisse Krebsarten im Genital- und Analbereich. Die HPV-Impfung kann bestimmten HPV-bedingten Krebserkrankungen vorbeugen.

Und genau deshalb kann ein Gespräch über die Impfung auch dann noch individuell sinnvoll sein, wenn man längst kein Teenager mehr ist.

Nur weil du schon Beziehungen hattest, muss es nicht zu spät sein für die HPV-Impfung

„Aber ich hatte doch schon Beziehungen“

Ein Gedanke, den viele Erwachsene haben: „Wenn ich sowieso schon sexuell aktiv war, bringt das doch nichts mehr.“ So einfach ist es allerdings nicht.

Denn eine frühere HPV-Infektion bedeutet nicht automatisch, dass die Impfung nicht mehr sinnvoll ist. Sie kann immer noch bestimmten Erkrankungen vorbeugen, die durch die anderen im Impfstoff enthaltenen Typen verursacht werden können. Deshalb kann die Impfung auch im Erwachsenenalter individuell sinnvoll sein. Wie groß dieser Nutzen dann sein kann, sollte immer gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt besprochen werden.

Du musst die Zeit nicht zurückdrehen!

Vielleicht geht es gar nicht um die Vergangenheit

Je länger wir uns mit dem Thema beschäftigt haben, desto mehr hat sich unser Blick darauf verändert. Eigentlich geht es bei der HPV-Impfung für Erwachsene nicht darum, die Vergangenheit zu korrigieren. Niemand kann mit einer Zeitmaschine zurückreisen und Entscheidungen mit 12 noch einmal treffen. Es geht vielmehr um eine andere Frage:

Welche Möglichkeiten habe ich heute, um bestimmten HPV-bedingten Erkrankungen individuell vorzubeugen? Und das ist deutlich einfacher zu beantworten.

Die Frage, die du deiner Ärztin stellen könntest

Vielleicht musst du nach diesem Artikel gar keine Entscheidung treffen. Vielleicht reicht erst einmal eine einzige Frage beim nächsten Termin: „Ich habe damals die HPV-Impfung nicht bekommen. Macht es Sinn, dass wir darüber sprechen?“ Mehr nicht. Denn viele Erwachsene wissen schlicht nicht, dass dieses Gespräch überhaupt noch geführt werden kann.

Unser Fazit

Wenn du die HPV-Impfung damals verpasst hast, bedeutet das nicht automatisch, dass das Thema für immer erledigt ist. Du musst die Zeit nicht zurückdrehen. Und du musst auch nicht jede Gesundheitsentscheidung damals schon bewusst getroffen haben.

Manchmal reicht es völlig, sich heute zu informieren und herauszufinden, welche Möglichkeiten man jetzt noch hat.

Und genau dafür ist es nie zu spät.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der Initiative „ENTSCHIEDEN. Gegen Krebs.“ Er ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Weitere Informationen rund um HPV und Möglichkeiten Krebsprävention sowie die Möglichkeit, einen Termin in deiner Arztpraxis zu vereinbaren, findest du bei ENTSCHIEDEN. Gegen Krebs..