
Indyx
Was genau macht so eine App?
Die Idee ist simpel: Du fotografierst deine Kleidung (oder lädst Produktbilder hoch, man kann sogar Links einpflegen), kategorisierst alles digital – und kannst danach komplette Outfits direkt auf deinem Handy zusammenstellen.
Viele Apps entfernen sogar automatisch den Hintergrund deiner Fotos, damit alles clean wie in einem Onlineshop aussieht.
Ehrlich? Das ist Peak Shopaholic-Culture
Und wir sagen das mit Liebe. Denn natürlich steckt darin auch etwas maximal Befriedigendes: seine Taschen, Schuhe und Blazer wie eine kleine Luxus-Boutique digital zu sortieren. Gleichzeitig scheint das Ganze aber auch eine Gegenbewegung zum Dauer-Shoppen zu sein.
Viele Nutzer:innen auf Reddit behaupten, dass sie durch die Apps plötzlich viel bewusster einkaufen, weniger doppelt kaufen, mehr Kombinationen entdecken und deutlich öfter alte Teile wieder tragen.
"Die App ist Personal STYLIST und REALITY-Check in einem"
Oder anders gesagt: Die App wird zum Personal Stylist UND zur kleinen Reality-Check-Therapie für alle, die überzeugt sind, dass sie dringend noch eine schwarze Jacke brauchen.
Der eigentliche Gamechanger: Outfit-Planung
Was wir besonders faszinierend finden: Viele nutzen die Apps gar nicht nur zum Archivieren, sondern wirklich aktiv zum Styling.
Man kann komplette Looks speichern, Outfits im Kalender planen, spontane Kombis testen, ohne das Schlafzimmer in eine Textilkatastrophe zu verwandeln und natürlich Urlaubslooks planen!
Und ganz ehrlich? Für alle, die morgens mit zwei Kindern, Kaffee in der Hand und exakt sieben Minuten Zeit vor dem Schrank stehen: actually life changing.
Aber natürlich gibt es einen Haken
Du musst deinen Schrank erstmal digitalisieren. Und ja: Das klingt ungefähr so spaßig wie Steuererklärung mit Ringlicht. Viele berichten, dass genau DAS die größte Hürde ist. Deshalb gibt es mittlerweile sogar Services, bei denen jemand zu dir nach Hause kommt und deinen Kleiderschrank professionell katalogisiert. Kein Witz.
Andere tricksen einfach: Produktbilder aus Onlineshops verwenden, nur Lieblingsstücke hochladen, oder erstmal mit Taschen, Schuhen und Jacken anfangen.
Die eigentliche Frage ist aber:
Will man das wirklich? Denn irgendwo zwischen „extrem praktisch“ und „leicht dystopisch“ liegt die Vorstellung, dass selbst unser Kleiderschrank jetzt Daten produziert. Andererseits: Wenn wir ohnehin jeden Zara-Tab, jede Wunschliste und jeden Saved Post auf Instagram archivieren … warum nicht wenigstens endlich den Überblick über die Dinge bekommen, die wir tatsächlich besitzen?
Cher Horowitz wäre jedenfalls stolz.
Credits:
Indyx

