
The RealReal via Instagram / @therealreal
Ich lebe in NYC. Das tragen die COOL Girls dort wirklich
In SoHo sehen wir den Herbst bekanntlich ein bisschen früher. Und wenn die New Yorker Streetstyles recht behalten, brauchen wir bald Pencil Skirts, Cap-Toe Heels, Kiss-Lock Bags und Uhren, die eigentlich Schmuck sind. Ich lebe in New York und habe dadurch das große Glück, regelmäßig vollkommen overdressed einen Kaffee holen zu können, ohne auch nur ansatzweise aufzufallen.
Noch besser: Für die neuesten Trends muss ich eigentlich nur einmal durch SoHo laufen. Denn während wir gedanklich vielleicht noch im Sommer sind, tragen die coolen Girls hier schon jetzt die Pieces, die im Herbst vermutlich ÜBERALL sein werden. Vier Trends fallen mir dabei gerade besonders auf. Und Spoiler: Bei einem davon müssen wir vielleicht nicht einmal etwas Neues kaufen.
1. Der Pencil Skirt ist zurück – aber anders, als wir ihn kennen
Ja, wir müssen gerade alle wieder öfter ins Office. Nein, unsere Outfits müssen deshalb noch lange nicht danach aussehen. Denn der Pencil Skirt, den die New Yorker Girls gerade tragen, hat mit dem klassischen Businesskostüm erstaunlich wenig zu tun. Der Rock ist zwar immer noch schmal und mindestens knielang – gestylt wird er jetzt aber mit bunten Tops, Strick, mehreren sichtbaren Lagen und Farben, die wir früher wahrscheinlich nicht freiwillig miteinander kombiniert hätten. Und GENAU das macht den Look cool. Der eigentliche Trend ist nämlich nicht nur der Rock. Es ist das Styling drumherum.
Ein schwarzer oder grauer Pencil Skirt kann mit einem farbigen Cardigan, einem kontrastierenden Top und flachen Schuhen plötzlich komplett anders wirken. Ein Modell mit Spitze, Stickerei oder Glanz braucht dagegen gar nicht mehr viel – ein schlichtes Tanktop und ein weiterer Layer reichen schon. Kurz gesagt: Der Pencil Skirt ist nicht mehr streng. Er ist jetzt ein bisschen weird, ein bisschen verspielt und sehr SoHo.
So tragen wir ihn jetzt
Am einfachsten funktioniert ein schlichter Pencil Skirt mit zwei sichtbaren Oberteilen – zum Beispiel einem Top unter einem Cardigan oder einem Hemd unter einem kurzen Pullover. Dazu Ballerinas, Slingbacks oder flache Sandalen, solange das Wetter noch mitspielt. Der Rock selbst muss übrigens NICHT bunt sein. Es geht um das komplette Outfit. Unser Favorit: ein schmaler Rock in Creme oder Schwarz, dazu ein pinkes oder rotes Strickteil und ein überraschender Schuh.
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2. Cap-Toe Heels sind plötzlich wieder der coolste Schuh der Stadt
Matthieu Blazy hat den klassischen Chanel Cap-Toe zurückgebracht – und New York hat offenbar sehr genau hingesehen. Denn Schuhe mit andersfarbiger Spitze tauchen hier gerade wirklich überall auf. Das Schöne daran: Sie müssen natürlich nicht von Chanel sein. Und sie müssen auch nicht zehn Zentimeter hoch sein.
Der Trend funktioniert als Pump, Slingback oder kleiner Kitten Heel. Sogar ein flacher Schuh bekommt durch die kontrastierende Vorderkappe sofort diesen sehr speziellen „Ich habe mir bei meinem Outfit etwas gedacht“-Vibe. Wir sind selbstverständlich Fans des kleinen Absatzes. Schon allein deshalb, weil ein New Yorker Abend selten nur aus dem Weg vom Taxi zur Restauranttür besteht.
Schwarz-beige ist nicht die einzige Option
Im Herbst sehen Creme mit Schwarz, Beige mit Braun oder Bordeaux mit einer metallischen Spitze besonders schön aus. Also klassisch – aber nicht langweilig. Für einen Night Out darf die Kappe ruhig lauter werden: Rot, Pink, Silber oder Blau machen aus einem eigentlich schlichten Schuh sofort den Star des Looks. Und plötzlich brauchen wir zum schwarzen Kleid fast gar keinen weiteren Schmuck mehr. Unser Favorit: ein Slingback mit kleinem Absatz und deutlich abgesetzter Spitze. Chanel-Vibes, ohne Chanel kaufen zu müssen? We’re in.
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3. Diese Oma-Tasche wird die It-Bag des Herbstes
Manchmal erkennt man einen Trend daran, dass er auf einmal in jeder zweiten noch so kleinen Boutique liegt. Genau das passiert gerade mit Kiss-Lock Bags. Gemeint sind diese kleinen, vintage-mäßigen Taschen mit einem Metallbügel und den zwei Kugeln am Verschluss, die beim Schließen aufeinandertreffen. Daher auch der Name: Kiss Lock. Süß? Ja. Aber vor allem ziemlich cool.
Die Taschen erinnern ein wenig an alte Abendtaschen, wirken zu Jeans, Tanktop und Heels aber überhaupt nicht kostümiert. Im Gegenteil: Sie bringen genau den Vintage-Flair mit, der vielen sehr perfekten neuen Taschen fehlt.
Die perfekte Night-out-Bag
Für uns ist die Kiss-Lock Bag schon jetzt DIE Ausgehtasche des Herbstes. Sie ist klein, sieht zu einem Kleid genauso gut aus wie zu Jeans und macht aus einem simplen Look sofort ein Outfit. Besonders schön finden wir Modelle aus glänzendem Leder, Satin, Samt oder mit einem auffälligen Metallrahmen. Noch besser wird der Trend allerdings, wenn die Tasche wirklich eine Geschichte hat. Deshalb lohnt sich neben unseren Shopping-Vorschlägen unbedingt ein Blick auf Etsy. Dort findet man handgemachte Modelle, die garantiert nicht schon fünf andere Frauen an der Bar tragen. Auch Vinted und Vestiaire Collective sind für diesen Trend kleine Goldgruben. Eine echte Vintage-Tasche mit ein paar Gebrauchsspuren hat schließlich noch mehr Charakter als ein Modell, das nur auf alt gemacht wurde. Unser Favorit: eine kleine schwarze Kiss-Lock Bag mit goldenem Verschluss. Passt zu allem, sieht aber nie basic aus.
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4. Große Uhren sind over – jetzt tragen wir sie winzig
Oder zumindest fast. Denn die Uhren, die ich gerade an besonders gut gestylten Handgelenken sehe, wollen gar nicht mehr wie klassische Uhren aussehen. Sie sind klein, filigran und funktionieren eher wie Schmuck. Manchmal muss man sogar zweimal hinschauen, um das Zifferblatt überhaupt zu entdecken. Nach Jahren voller großer Modelle und Smartwatches fühlt sich das fast ein bisschen ungewohnt an. Aber auch sehr elegant.
Ist das eine Uhr oder ein Armband?
Genau diese Frage soll der Trend auslösen. Schmale Glieder, ovale Zifferblätter, eingefasste Steine und ungewöhnliche Formen lassen die Uhr wie ein besonderes Vintage-Schmuckstück wirken. Antik muss sie dafür aber überhaupt nicht sein. Im Gegenteil: Gerade bunte und verspielte Modelle machen den Look interessant. Ein hellblaues Zifferblatt? Unbedingt. Farbige Kristalle? Yes. Eine herzförmige Uhr, die aussieht, als hätten wir sie in einer kleinen Vintage-Boutique gefunden? Vielleicht sogar unser Favorit. Getragen werden die Schmuckuhren entweder solo oder neben ein bis zwei sehr schmalen Armbändern. Bitte nicht zu viel stapeln – die Uhr soll schließlich wirken können. Unser Favorit: eine kleine Herz-Uhr in Rosa oder Gold. Ein bisschen kitschig, aber auf die bestmögliche Art.
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Welchen Trend bringen wir zuerst nach Deutschland?
Ich lege mich fest: Bei mir ist es der Pencil Skirt. Vor allem, weil wir für den Look nicht unbedingt einen neuen Rock brauchen. Vielleicht hängt sogar schon ein passendes Modell im Schrank und war bisher einfach nur ein bisschen zu … Office. Ein paar bunte Layers später sieht die Sache schon ganz anders aus. Aber jetzt seid ihr dran!
Credits:
PR, Pinterest



















