
Warum gerade ALLE von „Energy Readings“ sprechen – und was dahinter steckt
Astrologie? Hatten wir. Human Design? Auch. Jetzt kommt der nächste Hype: Energy Readings. Wir haben mit Miriam Lena gesprochen – die Menschen nicht die Zukunft vorher sagen möchte, sondern ihnen dabei helfen will, ihre eigene Intuition wiederzufinden.
Sind wir ehrlich: Sobald irgendwo die Wörter „Energie“, „Manifestieren“ oder „Universum“ fallen, teilen sich Menschen zuverlässig in zwei Lager. Die einen zücken direkt ihren Rosenquarz. Die anderen können damit erst mal nicht so viel anfangen. Miriam Lena schafft es beide abzuholen.
Eine Krebsdiagnose veränderte ihr Leben grundlegend. Auf der Suche nach einem neuen Umgang mit ihren eigenen Ängsten entdeckte Miriam Lena ihre intuitive Arbeit – heute unterstützt sie Menschen dabei, emotionale Blockaden zu erkennen und ihre Gefühle einzuordnen
Was genau ist eigentlich ein Energy Reading?
Im Gespräch mit uns betont Miriam Lena (Instagram), dass es ausdrücklich nicht darum geht, die Zukunft vorherzusagen oder in eine Glaskugel zu schauen. Darauf zielt sie in ihren Impulse Readings auch keinesfalls ab.
“Viele Menschen tragen Antworten längst in sich. Manchmal braucht es nur jemanden, der hilft, diese Gefühle in Worte zu übersetzen.”
Laut Miriam geht es darum, emotionale Themen sichtbar zu machen, die Menschen oft längst spüren, aber noch nicht richtig greifen können. Statt zu fragen: “Was passiert nächstes Jahr?” geht es eher um:
“Warum stecke ich gerade fest?”
“Warum fühlt sich diese Entscheidung falsch an?”
“Was brauche ich eigentlich wirklich?”
Sie versteht Intuition dabei als eine Art inneren Kompass – allerdings ohne den Verstand komplett auszuschalten.
“Für mich sind Intuition und Verstand keine Gegenspieler, sondern Gesprächspartner.”
Und diesen Satz fanden wir tatsächlich ziemlich sympathisch. High Vibes bedeutet NICHT, immer gute Laune zu haben.
Ein Gedanke aus unserem Gespräch ist uns besonders hängen geblieben: High Vibes bedeuten für Miriam nicht, ständig positiv zu sein. Sondern Gefühle überhaupt erst einmal wahrzunehmen. Denn – und das dürfte vermutlich jede kennen – schlechte Laune verschwindet selten dadurch, dass man sich zwingt, sofort wieder glücklich zu sein.
“Viele Menschen tragen Antworten längst in sich. Manchmal braucht es nur jemanden, der hilft, diese Gefühle in Worte zu übersetzen.”
Der überraschend einfachste Energie-Hack: Keine Kristalle. Keine Räucherstäbchen. Sondern: Handy weglegen. Ein paar Minuten bewusst atmen. Kurz aus dem Gedankenkarussell aussteigen. Ob das wissenschaftlich messbar die “Energie” verändert, darüber kann man streiten. Dass bewusste Atempausen Stress reduzieren können, ist dagegen gut untersucht.
Vom Innen ins Außen
Ein ebenfalls super spannender Aspekt, den wir aus dem Gespräch herausarbeiten konnten: Kann Kleidung unsere Ausstrahlung verändern? Dieser Teil dürfte Fashion-Fans besonders interessieren. Miriam sagt, sie frage sich morgens oft:
“Welches Kleidungsstück schenkt mir heute Sicherheit?” Und ehrlich? Das kennen wahrscheinlich viele von uns.
Jeder hat dieses Outfit, in dem man sich automatisch etwas größer, entspannter oder selbstbewusster fühlt. Vielleicht steckt hinter “Energy Dressing” manchmal einfach genau dieses Gefühl.
Moment mal…, das ist ja echt spannend
Als wir Miriam fragen, ob sie glaubt, dass Menschen eine bestimmte Ausstrahlung oder Frequenz haben, beeindruckt uns ihre Antwort sehr: „Ich glaube, jeder Mensch seine ganz eigene Ausstrahlung und Energie hat. Genau das macht uns so einzigartig. Das merken wir im Alltag ständig: Jemand, der voller Freude ist, strahlt das förmlich aus. Genauso spüren wir sofort, wenn jemand dauerhaft unter Druck steht oder sich selbst verloren hat.Und genau das beobachte ich auch immer wieder in meinen Coachings. Irgendwann kommt dieser Moment, in dem meine Klient*innen plötzlich selbst erkennen, was sie eigentlich besonders macht. Ich nenne das immer ihren Glimmermoment. Den Moment, in dem sie ihren eigenen Spirit wieder spüren und merken: „Das bin ich.“ Und genau in diesem Moment verändert sich oft auch ihre Ausstrahlung ganz automatisch.“
Der größte Irrtum über Spiritualität?
Für Miriam ist es die Vorstellung, spirituelle Menschen seien permanent glücklich. Sie sagt ganz offen: Auch sie hat Zweifel. Auch sie struggelt. Der Unterschied sei lediglich, dass sie Werkzeuge entwickelt habe, schneller wieder in ihre Balance zurückzufinden. Das fanden wir erfrischend unperfekt.
It’s not magic but …
Ob man an Energy Readings glaubt oder nicht: Viele Gedanken aus dem Gespräch lassen sich komplett unabhängig von Spiritualität lesen. Mehr auf die eigene Intuition hören. Dem Verstand trotzdem Raum geben. Nicht permanent perfekt funktionieren müssen. Und vielleicht morgens tatsächlich einmal überlegen: Welches Outfit gibt mir heute das beste Gefühl?
Denn spätestens dann passt es perfekt zu Très Click.
